Buttet geht – und bleibt

AFFÄRE ⋅ CVP-Nationalrat Yannick Buttet gibt sein Amt als Parteivize ab. Sein Nationalratsmandat will der Walliser allerdings vorerst behalten.
05. Dezember 2017, 00:00

Tobias Bär

Das CVP-Parteipräsidium hätte gestern gerne gehört, was Yannick Buttet zu den Vorwürfen gegen seine Person zu sagen hat. Doch der Walliser Nationalrat liess sich für die Sitzung entschuldigen – nachdem er über seinen Anwalt den sofortigen Rücktritt als Vizepräsident der CVP verkündet hatte. Über einen allfälligen Rücktritt als Nationalrat wolle er sich mit seiner Kantonalpartei unterhalten, liess Buttet weiter verlauten.

Gestern blieb sein Sitz im Nationalrat leer; das wird auch in den kommenden Tagen so sein. Buttet zieht sich bis auf weiteres zurück und will mit Hilfe einer ärztlichen Kur seinen Alkoholkonsum in den Griff bekommen.

Uneinigkeit über Rücktritt

CVP-Präsident Gerhard Pfister sagte zur Frage, ob die Partei Buttet den Rücktritt nahelege: «Vor einem solch weitreichenden Entscheid muss man einem Beschuldigten die Gelegenheit geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.» Die Parteileitung werde Buttet nun baldmöglichst zu einer Aussprache einladen. Klar sei, so Pfister: «Für die CVP ist das keine gute Situation.»

Reagiert auf die Affäre hat die Schweizer Armee. Wie die «Tagesschau» des Westschweizer Fernsehens RTS gestern berichtete, muss Buttet, der den Grad eines Oberstleutnants trägt, seine Dienstwaffe abgeben. Auch zu Wiederholungskursen wird er vorläufig nicht mehr aufgeboten.

Kommentar 6. Spalte5


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