Die Debatte um den Lehrplan ist erschlafft

SCHULE ⋅ In Zürich und Bern dürfte der Lehrplan 21 eine Mehrheit erreichen. Die SVP hat den Kampf aufgegeben.
13. Februar 2018, 00:00

In sechs Kantonen hat die Stimmbevölkerung bereits Initiativen gegen den Lehrplan 21 abgeschmettert. Und vieles spricht ­dafür, dass am 4. März auch Bern und Zürich folgen werden. Während die Schulreformen noch vor einigen Jahren grossen Unmut hervorriefen, hat die Debatte an Schärfe verloren. Ein wichtiger Grund dafür ist das Verhalten der SVP. Während diese Anfang des Jahrzehnts einen Kulturkampf rund um die Bildung entfachen wollte, ist in jüngster Vergangenheit kaum mehr etwas von ihr zu hören. Nicht überall in der Partei kommt das gut an. «Die hundertseitigen Papiere, die einst mit viel Aufwand erarbeitet wurden, versanden», sagt etwa der ehemalige Präsident der Jungen SVP, Anian Liebrand. Er findet es einen ­Fehler, dass die SVP das Bildungsthema aufgegeben hat. «Wir ­waren einst sehr gut aufgestellt, doch nun ziehen wir die Sache nicht durch.» (rob) 7


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