Ende ohne Neuanfang

FUSSBALL ⋅ Trainer Markus Babbel muss den FC Luzern nach über dreijähriger Tätigkeit per sofort verlassen. Die von ihm angesprochenen Missstände sind damit nicht ausgeräumt.
06. Januar 2018, 00:00

Nach seiner Kritik an der Klubführung ist Markus Babbel als Trainer des FC Luzern freigestellt worden. Auch Babbels Assistent Patrick Rahmen wird per sofort von seinen Aufgaben entbunden. Interimscoach wird Gerardo Seoane, der bisher das Luzerner U21-Team betreut hat. Vor Beginn des Trainingslagers in Marbella (12. bis 19. Januar) will der FCL einen neuen Cheftrainer präsentieren, Seoane gehört zu den Kandidaten.

Die sofortige Trennung von Babbel hat sich abgezeichnet. «Babbels Aussagen haben mich überrascht und enttäuscht», sagte Sportkoordinator Remo Meyer an der gestrigen Medienkonferenz des FCL. Die Klubführung habe Babbel immer den Rücken gestärkt, auch während der sportlichen Krise in der Vorrunde. «Was er jetzt gemacht hat, ist ein Rundumschlag.»

Babbels Kritik bezog sich insbesondere auf CEO Marcel Kälin. Die Missstände unter seiner Leitung sind offenkundig – daran ändert Babbels Freistellung nichts. Präsident Philipp Studhalter sagte, zwölf Mitarbeiter hätten nicht wegen Kälin den FCL verlassen, wie kolportiert worden sei. Und: «Der Verwaltungsrat steht hinter Marcel Kälin.» Studhalter bestätigte jedoch: «Die Stimmung auf der Geschäftsstelle ist nicht perfekt.» (red/dw/sda)36


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