Geldsegen für No-Billag

TV-GEBÜHREN ⋅ Die Initianten von No-Billag wurden von einer Spenden-Plattform im Internet ausgeschlossen. Doch das lässt nun die Einnahmen sprudeln.
11. November 2017, 00:00

Der vermeintliche Rückschlag hat sich als Anschub entpuppt: Für die Volksinitiative zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren sind auf einer Internetplattform seit Mitte Woche knapp 35 000 Franken gespendet worden. Das ist dreimal mehr, als über die Spendenplattform wemakeit.ch geflossen wären. Diese hatte die Initianten von No-Billag am Montag von ihrer Website ausgeschlossen. Darauf reagierte das Initiativ­komitee mit dem Aufbau einer eigenen Spendenplattform.

Das Beispiel zeigt: Die Initianten verfügen über eine leistungsfähige Logistik. Ins Leben gerufen wurde das Volksbegehren von Vertretern der Jungparteien von SVP und FDP. Inzwischen ist daraus eine professionelle Organisation gewachsen.

Fäden laufen in Baar zusammen

Deren Zentrale befindet sich in der Zuger Gemeinde Baar, wo die Fäden im Firmensitz des IT-Unternehmers und früheren FDP-Kantonalpräsidenten Andreas Kleeb zusammenlaufen. «Die Jungen sind hoch motiviert und engagiert. Aber sie befinden sich in einer Zeit, in der sie die Ausbildung beenden und in die Berufswelt einsteigen», sagt Kleeb. Da brauche es jemanden, der alles zusammenhalte. Der 55-Jährige war von 2008 bis 2012 Präsident der Zuger FDP und lancierte zahlreiche Volksbegehren. In der Anfangszeit privater Sender war er an einem Zuger Lokalfernsehen und am Lokalradio Sunshine beteiligt. «Mediensubvention ist grundsätzlich nicht Staatsaufgabe», sagt Kleeb.

Sein Gegenspieler wird ein Zuger Parteikollege: Stände- rat Joachim Eder wird für die Deutsch­weizer FDP Einsitz nehmen im Komitee gegen die Volksinitiative zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren. «Eine Annahme der Initiative hätte dramatische Auswirkungen auf die Schweizer Medienlandschaft», sagt Eder. (ffe) 3

Komitee No-Billag-Initiative


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