Grippe: Spital ergreift neue Massnahmen

08. November 2017, 00:00

Luzern Die Grippe könnte dieses Jahr so schlimm werden wie lange nicht mehr. Grund zu dieser Annahme geben die vielen ­Grippetoten in Australien. Marco ­Rossi, Infektiologe des Luzerner Kantonsspitals (Luks), relativiert solche Prognosen: «Das Ausmass der Grippe werden wir erst kennen, wenn sie hier ist.» Unabhängig davon werden am Luks jetzt zusätzliche Massnahmen ergriffen, um interne Ansteckungen zu vermeiden. So wurden Mitarbeiter bestimmt, die ihre Arbeitskollegen ohne Druck zur Grippeimpfung animieren sollen. Damit will man die Impfquote beim Spitalpersonal erhöhen.

Im letzten Jahr haben sich rund 20 Prozent des Spitalpersonals impfen lassen. Beim Pflegepersonal war die Quote mit rund 12 Prozent deutlich kleiner. 15 Patienten haben sich im Spital mit der Grippe angesteckt. Rossi hat diese Fälle erstmals erfasst. Die Zahl sei zu hoch, betont er. Um die spitalinternen Ansteckungen weiter zu reduzieren, setzt man auch bei jenen Besuchern an, die husten oder erkältet sind: Sie sollen einen Mundschutz tragen. (kuy) 21


Leserkommentare

Anzeige: