Mit dem Auto in den Freitod

13. September 2017, 00:00

Verkehr Ein Prozent der Suizide passieren in der Schweiz im Strassenverkehr. Zu diesem Schluss kommt Saskia Gauthier, Oberärztin für Rechtsmedizin am Kantonsspital in Aarau, in einer aktuellen Studie. In den Jahren 2000 bis 2010 nahmen sich auf diese Weise 53 Personen das Leben. Sie rissen durch die Kollisionen sechs Personen mit in den Tod.

Ein heute 33-jähriger Franzose wollte sich vor zwei Jahren im Kanton Wallis durch einen Frontalcrash umbringen. Beim Unfall starb nicht er selber, sondern der entgegenkommende zweifache Familienvater aus dem Kanton Wallis. Der Franzose wird sich jetzt vor dem Kreisgericht Oberwallis wegen vorsätzlicher Tötung verantworten müssen. Die Walliser Staatsanwaltschaft hat vor wenigen Tagen eine entsprechende Anklage erhoben. Der Beschuldigte befindet sich zur zeit in einem Gefängnis in Sitten.

Rechtsmedizinerin Saskia Gauthier empfiehlt derweil bei Verkehrsunfällen mehr Abklärungen, ob ein Suizid vorlag. Die Dunkelziffer sei hoch. (kä) 3


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