SBB wollen Fernzüge noch dichter takten

AUSBAU ⋅ Zwischen Luzern und Zürich soll der Viertelstundentakt eingeführt werden.
10. November 2017, 00:00

Die SBB haben gestern ihre Stellungnahme zum vom Bund geplanten Ausbauschritt 2030/35 vorgestellt. SBB-Chef Andreas Meyer zeigte sich zufrieden. 11,5 Milliarden Franken sollen mit dem Paket in das Schienennetz investiert werden. Damit gehe es den SBB im Vergleich zu ausländischen Bahnen «sehr, sehr gut», befand Meyer.

Ziel des Ausbauschrittes ist es, die Kapazitäten zu erhöhen. Bis 2040 rechnen die Bundesbahnen mit zwei Millionen Passagieren täglich – das sind 50 Prozent mehr als heute. Ein Grossprojekt des Pakets ist der Zimmerberg-Basistunnel zwischen Thalwil und Zug. Er soll ermöglichen, dass auf der Strecke Luzern–Zürich dereinst jede Viertelstunde ein Zug fahren kann. Diesen Viertelstundentakt wollen die SBB auf allen stark frequentierten Fernverkehrsverbindungen einführen. Damit komme man einer gesamtschweizerischen S-Bahn sehr nahe, so Meyer.

An den Plänen gibt es aber auch Kritik. So glaubt der ehemalige Verkehrsplaner und Vater der Zürcher Durchmesserlinie Paul Stopper, dass die Grossprojekte im Ausbauschritt zu teuer seien. Er ist überzeugt, dass in vielen Fällen Spurausbauten genügen würden und man auf milliardenschwere «Megaprojekte» hätte verzichten können. (dlw) 3


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