Standortförderer: Druck steigt

LUZERN ⋅ Die Wirtschaftsförderer sollen mit weniger Geld auskommen, findet neben der Linken auch eine Minderheit der SVP. Und sie fordern mehr Transparenz.
16. September 2017, 00:00

Wie gut ist die Leistung der Wirtschaftsförderung Luzern? Zu schlecht, um vom Kanton 675000 Franken zu erhalten, sagen SP und Grüne. Und forderte im Kantonsrat, diesen Beitrag um eine halbe Million zu kürzen. Sieben SVP-Kantonsräte waren gleicher Meinung, wie das Abstimmungsprotokoll der Session vom Dienstag zeigt. «Die Wirtschaftsförderung muss auch einen Sparbeitrag leisten», sagt etwa SVP-Parlamentarierin Lisa Zanolla. Letztlich scheiterte der Kürzungsantrag klar – mit 79 zu 28 Stimmen bei 4 Enthaltungen.

Walter Stalder, Direktor der als Stiftung organisierten Wirtschaftsförderung, kann die Kritik von rechts «nicht nachvollziehen». Die Organisation schreibe eine Erfolgsgeschichte. Verstummen wird die Kritik an der Wirtschaftsförderung trotz des Neins zur Beitragskürzung allerdings nicht. So fordert SVP-Fraktionschef Guido Müller in der neuen Leistungsvereinbarung konkret formulierte Ziele. Die Ende Jahr auslaufende Leistungsvereinbarung enthalte keine Vorgaben. Wissen möchte Müller auch, wie viel die Chefetage der Wirtschaftsförderung verdient. Denn diese Summe halten Stiftung und Regierung zurück – was aktuell jedoch rechtens ist. (nus) 21

Direktor Wirtschaftsförderung

SVP-Kantonsrätin


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