2,2 Millionen für 700 Meter

HOCHDORF ⋅ Im zweiten Anlauf sagen die Bürger Ja zur Sanierung der Urswilstrasse. Damit sind aber noch nicht alle Hürden gemeistert.

28. November 2016, 00:00

Die Seetaler Gemeinde hat ein Sorgenkind weniger: Mit einer Zustimmung von 64 Prozent geben die Hochdorfer grünes Licht für die Sanierung der Urswilstrasse. «Damit können wir ein Projekt mit 40-jähriger Vorgeschichte endlich in Angriff nehmen», sagt der zuständige Gemeinderat Roland Emmenegger (FDP). Den Zuspruch von zwei Dritteln der Stimmbürger interpretiert er als «gutes Resultat». Emmenegger: «Finanzielle Mittel für ein Strassenprojekt zu sprechen, ist generell weniger attraktiv, als einen Dorfplatz erneuern zu können.» Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 44 Prozent.

Spurrinnen, Risse und Absenkungen: Die Urswilstrasse befindet sich in einem schlechten Zustand. Und dies seit Jahren: Ein früheres Sanierungsprojekt wurde 2008 abgelehnt. Nun kann der 700 Meter lange Abschnitt zwischen den Einmündungen Sempachstrasse und Feldhöhe für 2,2 Millionen Franken saniert werden. Darin eingeschlossen ist eine Umgestaltung des Parkplatzes Arena. Für 690 000 Franken werden zudem Arbeiten an der öffentlichen Kanalisation vorgenommen. Dies ist allerdings eine Spezialfinanzierung.

Im Dezember soll das Strassenprojekt öffentlich aufgelegt werden. «Aufgrund der Gespräche mit den rund 20 direkt betroffenen Parteien erwarten wir keinen grossen Widerstand», sagt Emmenegger. Geplant ist, im Frühjahr 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen und die Sanierung bis März 2018 abzuschliessen. Bis dann würde sich der Bund an den Lärmschutzmassnahmen beteiligen. Wie der Gemeinderat in der Botschaft schreibt, hängt der Terminplan «stark» von allfälligen Einsprachen und Landerwerbsverhandlungen ab.

Weiter sagten die Hochdorfer an der Urne Ja zum Budget 2017: Dieses rechnet bei einem Gesamtaufwand von 47,22 Millionen mit einem Plus von 1,46 Millionen. Darin enthalten ist ein Buchgewinn von 800 000 Franken aus dem Verkauf eines Grundstücks am Turbiweg. Der Steuerfuss bleibt bei 2,1 Einheiten.

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch


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