Neue Regeln per 2014

29. November 2016, 00:00

Überbauungsziffer Dass der Kanton Luzern anstelle der Ausnützungsziffer die Überbauungsziffer einführt, ist eine Folge des neuen Planungs- und Baugesetzes. Dieses trat per 1. Januar 2014 in Kraft. Worin unterscheiden sich die beiden Berechnungsgrundlagen? Stark vereinfacht gesagt, bezeichnet die Ausnützungsziffer das Verhältnis zwischen den anrechenbaren Geschossflächen und der Grundstücksfläche. Die Anordnung und die Grösse einzelner Geschosse tangiert das Nutzungsmass nicht. Dies ist jedoch bei der Überbauungsziffer der Fall: Massgebend ist hier die Gebäudefläche – auch Fussabdruck genannt – und die zulässige Fassadenhöhe. Balkone, die nicht zur Überbauungsziffer zählen sollen, dürfen höchstens 1,5 Meter über die Fassade hinausragen.

Bis Ende 2023 müssen die Luzerner Gemeinden ihre Bau- und Zonenreglemente entsprechend anpassen. «Von Gemeinden, die nun eine Gesamtrevision der Ortsplanung angehen, verlangen wir die Einführung der Überbauungsziffer», sagt Bruno Zosso, Fachleiter Kantonalplanung und Raumstrategien bei der Dienststelle Raum und Wirtschaft. «Erst in einer weiteren Überarbeitung auf die neue Nutzungsziffer zu wechseln, ist zeitlich nicht realistisch», erklärt Zosso weiter. (fi)


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