Schüler erhalten mehr Platz

KREDIT ⋅ Schüpfheim spricht 11,3 Millionen Franken für vier Schulhausprojekte. Der Fahrplan für die Bauten ist ehrgeizig.

28. November 2016, 00:00

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

Dieses Ergebnis lässt keine Zweifel aufkommen: Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 88 Prozent haben die Stimmbürger von Schüpfheim gestern Sonntag einen 11,3-Millionen-Kredit gutgeheissen. Ein Grossteil des Geldes fliesst in die Sanierung (5,8 Millionen) und Erweiterung (2,46 Millionen) des Dorfschulhauses, in dem derzeit die unteren Primarschulklassen unterrichtet werden. Knapp 3 Millionen des Sonderkredits entfallen auf die Sanierung des heutigen Kindergartengebäudes und den Neubau eines Doppelkindergartens (Ausgabe vom 12. Oktober).

Sehr glücklich über das Resultat zeigte sich gestern FDP-Gemeinderat Reto Zemp, der das Bildungsressort betreut: «Der Gemeinderat hat auf ein Ja gehofft. Dass das Resultat aber derart deutlich ausfallen würde, hat uns überrascht.» Die hohe Zustimmung widerspiegle die Akzeptanz gegenüber den Bauprojekten. «Eine grosse Mehrheit der Stimmbürger steht klar dahinter, dass man jetzt etwas für die Jungen macht. Dies zeigt, dass man auch in Zukunft an den Bildungsstandort Schüpfheim glaubt.»

Neuer Kindergarten soll Ende 2017 fertig sein

Mit dem gestrigen Ja ist der Startschuss zu einem Unterfangen «mit ehrgeizigem Fahrplan» gefallen, sagt Reto Zemp. Bereits im März soll der Baubeginn für die Erweiterung des Dorfschulhauses erfolgen. «Auch beim neuen, zweistöckigen Kindergarten rechnen wir mit einem Spatenstich im Frühling.» Er soll im Dezember 2017 fertiggestellt sein. Im Januar 2018 will die Gemeinde die Sanierung des Schulhauses anpacken. Weil diese Eingriffe umfangreich und lärmintensiv sind, muss der Unterricht rund neun Monate lang in Provisorien stattfinden. Alle Arbeiten sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Die Investitionen von 11,3 Millionen fallen aufgrund der Bauphasen in den Jahren 2017 bis 2019 an. Derzeit liegt der Steuerfuss von Schüpfheim bei 2,3 Einheiten. Und daran soll sich auch nichts ändern: «Wir können die Investitionen stemmen, ohne dass eine zusätzliche Steuer­erhöhung nötig wird», sagt Reto Zemp. «Bei der Pro-Kopf-Verschuldung werden wir die Zielvorgabe des Kantons einhalten.»

Dies zeige auch der Finanz- und Aufgabenplan, der an der heutigen Budgetversammlung thematisiert wird. Für 2017 rechnet Schüpfheim bei einem Gesamtaufwand von knapp 24,79 Millionen Franken mit einem Plus von rund 419 000 Franken.


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