«Ziel ist es, die Region zu stärken»

WECHSEL ⋅ Der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt hat Bruno Sidler aus Beinwil zum neuen Geschäftsführer ernannt. Er spricht über Ziele und künftige Herausforderungen.

16. März 2017, 00:00

Als Nachfolger des langjährigen Präsidenten und Geschäftsführers der Repla Oberes Freiamt, Josef Nogara, wurde der 58-jährige Bruno Sidler aus Beinwil mit der Geschäftsführung betraut. Er ist heute bereits Vorstandsmitglied des Regionalplanungsverbandes. Dieses Amt wird er jedoch im Laufe dieses Jahres abgeben. Sidler ist Kundenbetreuer bei der Aargauer Kantonalbank in Muri und Gemeinderat in Beinwil. Seine Tätigkeit für die Repla wird zirka 30 Stellenprozente umfassen.

Bruno Sidler, Sie waren bereits während vier Jahren Vorstandsmitglied der Repla. Was hat Sie zum Entscheid bewogen, von der strategischen auf die operative Ebene zu wechseln?

Als Geschäftsführer bin ich nicht nur auf der rein operativen Ebene tätig. Strategisches Denken wird in dieser Funktion ebenso verlangt wie die praktische Umsetzung. Letzteres ist jedoch sicher die zentrale Aufgabe.

Die Regionalplanung ist eine komplexe und oft langwierige Angelegenheit. Was reizt Sie an dieser Aufgabe?

Ich möchte Veränderungen als Chance erkennen und die Region aktiv mitgestalten. Sei es im raumplanerischen Bereich mit Wohnen, Arbeiten, Freizeit, im wirtschaftlichen Umfeld mit der Digitalisierung und Robotertechnik oder im Dienstleistungsbereich mit dem Individualverkehr und im öffentlichen Verkehr. Ziel ist es, die Region Oberes Freiamt zu stärken, sie für die künftigen Herausforderungen fit zu machen. Damit wir auch künftig als eine starke, in sich gut funktionierende Region wahrgenommen werden, mit einer sehr guten Wohnqualität, qualitativ hochstehenden Arbeitsplätzen und einer guten Vernetzung mit den Zentren Zug, Zürich und Luzern.

Welche Aufgaben erwarten Sie konkret?

Eine meiner Kernaufgaben ist die Vernetzung der unterschiedlichen Interessen der Kommunalpolitik, des Gewerbes, der Bevölkerung, Nachbarregionen und Nachbarkantone. Eine weitere Herausforderung wird sein, den Mitgliedergemeinden aufzuzeigen, dass die Entwicklung der Region auch für die kommunale Entwicklung entscheidend ist.

Welchen Problemen werden sich die Regionalplanungsverbände aus Ihrer Sicht künftig stellen müssen?

Die Herausforderung ist sicherlich, die unterschiedlichen Ansichten, Bedürfnisse und Wünsche der Gemeinden mit den neuen Bestimmungen zu vereinbaren, die unter anderem im Richtplan des Kantons Aargau, im Regionalen Siedlungs- und Verkehrskonzept und im Regionalen Raumkonzept 2040 vorgegeben sind. Bezüglich der Arbeitsplatzstrategie müssen wir beispielsweise die Gemeinden sensibilisieren und Lösungen finden, welche einen nachhaltigen Nutzen für die Standortgemeinden und die Region haben. Aber ohne Kompromisse wird es auch in Zukunft nicht gehen.

Wird Ihr Amtsvorgänger Josef Nogara Sie künftig mit seinem Rat unterstützen?

Josef Nogara habe ich als Vater und Entwickler der Repla Oberes Freiamt kennen und schätzen gelernt. Er setzte sich mit viel Herzblut für die Region ein. Dank ihm wird die Repla Oberes Freiamt als fortschrittlicher, gut funktionierender Regionalverband im Kanton Aargau wahrgenommen. Ich freue mich auf spannende Gespräche mit meinem Amtsvorgänger, die mir sicher weiterhelfen werden.

Interview: Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

«Ich möchte Veränderungen als Chance erkennen.»

Bruno Sidler

Neuer Geschäftsführer Repla Oberes Freiamt


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