Bildungsreformen: Initiative abgelehnt

05. Dezember 2017, 00:00

Kantonsrat Es ist ein Begehren, das unter anderem gegen den Lehrplan 21 zielt: Ein überparteiliches Komitee hat 2016 die kantonale Volksinitiative «Bildungsreformen vor das Volk» eingereicht. Der Kantonsrat empfiehlt, das Begehren – soweit gültig – mit 84 gegenüber 29 Stimmen abzulehnen. Unterstützt wird die Initiative einzig von der SVP-Fraktion und von Gianmarco Helfen­st­ein (CVP, Luzern), der dem Initiativkomitee angehört.

Das Begehren verlangt Anpassungen am Volksschulbildungsgesetz. Demnach müssen grundlegende Lehrplanänderungen, die alle Unterrichtsstufen betreffen, vor der Einführung dem Volk unterbreitet werden. Die Bestimmung soll rückwirkend ab 2014 gelten und würde somit auch den Lehrplan 21 betreffen.

Die Mehrheit des Kantonsrats will an der heutigen Kompetenzverteilung nicht rütteln. «Es kann nicht die Aufgabe des Kantonsrats sein, die Wochenstunden­tafel zu bestimmen», sagte etwa Gaudenz Zemp (FDP, St.Niklausen). Ein Rückweisungsantrag von Beat Meister (SVP, Hochdorf) wurde abgelehnt. (fi)


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