Das ändert sich mit dem neuen Fahrplan

VERKEHR ⋅ Ab dem 10. Dezember gilt im Kanton Luzern der neue Fahrplan. Die wichtigsten Veränderungen gibt es bei der Verbindung ins Tessin, in der Stadt, im Seetal sowie im Rontal. Das Nachsehen hat hingegen eine Gemeinde im Hinterland.
21. September 2017, 00:00

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

In knapp drei Monaten wechselt der Fahrplan wieder. Für viele Pendler heisst es: Abschied nehmen von der Routine. Der Verbundrat des Verkehrsverbunds Luzern (VVL) hat den neuen Fahrplan, der ab dem 10. Dezember gilt, verabschiedet.

Änderungen gibt es etwa bei der Verbindung ins Tessin. Anders als ursprünglich kommuniziert, kommt die erste Direktverbindung nicht um 8.18 Uhr ab Luzern, sondern erst um 9.18 Uhr. «Diese Lösung ist umso erfreulicher für Luzern, da wir den absolut einzigen Direktzug erhalten, der nach Locarno fährt. Zudem gibt es in Bellinzona eine gute Umstiegsmöglichkeit auf den Eurocity aus Zürich, der nach Lugano und Mailand weiterfährt», erklärt Romeo Degiacomi, Mediensprecher beim VVL. Heute verlässt die erste Direktverbindung Luzern erst um 10.18 Uhr, was von Zentralschweizer Politikern kritisiert wurde (wir berichteten). Die Bewilligung durch den Bund steht laut VVL noch aus.

Verbesserungen gibt es mit dem Fahrplanwechsel bei der Erschliessung der Luzerner Spitäler, wie Degiacomi betont. So gibt es zusätzliche Kurse auf den Linien zum Spital Sursee und Wolhusen sowie zu den Hauptverkehrs­zeiten einen 10-Minuten-Takt zur Klinik St. Anna in Luzern. «Grund für den Ausbau ist die starke Auslastung auf diesen Linien.» Profitieren wird weiter das Seetal mit durchgehendem 30-Minuten-Takt bis Mitternacht auf der S-Bahn-Linie 9. «Der Taktausbau wie auch die besseren Bahnanschlüsse auf das lokale Busnetz sind ein grosser Mehrwert für die Fahrgäste.» Mehr Kurse gibt es auch ins Rontal. Vorteile sieht Degiacomi ausserdem für Pendler zwischen Hochdorf und Rotkreuz. «Die Expresslinie wird zu den Hauptverkehrszeiten ausgebaut.» Freuen können sich Wanderer und Sportler. So führen mehr Kurse ins Eigenthal, nach Romoos, nach Kemmeriboden oder nach Menzberg.

Ebersecken hat erst ab 2019 wieder einen ÖV-Anschluss

Das Nachsehen hat hingegen die Gemeinde Ebersecken, die den ÖV-Anschluss verliert (Ausgabe vom 30. Mai). «Es handelt sich hier um einen Kompromiss. Ab 2019 führt dann eine eigene Buslinie nach Ebersecken.»

Insgesamt kommt es im Dezember zu neun Anpassungen bei den Zuglinien und 37 Änderungen bei den Buslinien im Kanton. Dies sind die grössten Änderungen (Liste nicht abschliessend):

Bahnlinien im Kanton Luzern

RE Arth-Goldau–Luzern: Der Regioexpress um 21.48 Uhr ab Arth-Goldau nach Luzern wird aufgehoben.

S9 Luzern–Beinwil–Lenzburg: Die S9 zwischen Luzern und Hochdorf verkehrt neu auch zwischen 21 Uhr und Mitternacht im 30-Minuten-Takt.

Verbindung ins Tessin: Ab 9.18 Uhr soll es eine Direkt­verbindung von Luzern nach Locarno geben. Eine neue Direktverbindung ist ausserdem von Frankfurt (8.01 Uhr) über Luzern (12.18 Uhr) nach Mailand (15.35 Uhr) vorgesehen.

Buslinien Stadt und Agglo

Linie 12 Luzern Bahnhof–Littau Gasshof: Die Linie verkehrt neu bis Mitternacht im 15-Minuten-Takt.

Linie 14 Horw–Eichhof–Luzern Bahnhof–Brüelstrasse: Die Linie verkehrt in den Hauptverkehrszeiten neu im 10-Minuten-Takt. Mehr Busse gibt es auch am Sonntagvormittag.

Linie 22 Luzern–Ebikon–Perlen: Die Linie 22 fährt nicht mehr nach Inwil. Damit verliert die Gemeinde eine Direktverbindung nach Luzern (wir haben berichtet). Die Inwiler haben mit der neuen Linie 111 bis Waldibrücke Anschluss an die S9.

Linie 23 Luzern–Ebikon–Gisikon–Root Bahnhof: Bereits ab dem 8. November verkehrt die Linie 23 wegen der Eröffnung der Mall of Switzerland häufiger.

Linie 40 Littau–Emmenbrücke Bahnhof Süd–Flugzeugwerke–Waldibrücke: Zu den Hauptverkehrszeiten fährt neu jeder Bus bis nach Waldibrücke.

Linie 73 Luzern–Adligenswil–Udligenswil–Meierskappel–Rotkreuz: Die Linie fährt neu in einem einheitlichen 30-Minuten-Takt mit Folgen für die Anschlüsse in Rotkreuz.

Linie 111 Ebikon–Waldibrücke: Die neue Linie stellt die Verbindung von Inwil Richtung Luzern, Emmen und Rontal sicher.

Buslinien auf der Landschaft

Linie 54 Waldibrücke–Inwil: Die Linie wird eingestellt und durch die Linie 111 ersetzt.

Linie 60 Buttisholz–Ruswil–Hellbühl–Rothenburg: Es gibt zusätzliche Kurse am Nachmittag mit Anschluss an die S-Bahn in Rothenburg sowie täglich eine Verbindung nach Mitternacht.

Linie 64 Spital Wolhusen–Bahnhof Wolhusen–Ruswil: Das Angebot am Abend wird von Montag bis Samstag ausgebaut.

Linie 81 Sursee–Rickenbach–Beromünster: Das Spital Sursee wird stündlich erschlossen. Einen zusätzlichen Kurs gibt es am Abend und am Sonntag.

Linie 86 Spital Sursee–Bahnhof–Campus Sursee: Die Linie verkehrt neu zwischen 6 und 19.30 Uhr durchgehend im 30-Minuten-Takt.

Linie 91 Ettiswil–Dagmersellen: Die Linienführung wird verändert. Bis im Dezember 2019 verliert Ebersecken den ÖV-Anschluss.

www. Alle Details des Fahrplanwechsels finden Sie auf: luzernerzeitung.ch/bonus.

Verkehrsverbund Luzern


Leserkommentare

Anzeige: