Das ist im Fall Malters bis jetzt passiert

11. Oktober 2017, 00:00

  • Am 9.März 2016 begeht eine psychisch kranke Frau in Malters Suizid, als Polizisten nach stundenlangen Verhandlungen die Wohnung stürmen. Zuvor hat die Frau die Einsatzkräfte an einer Hausdurchsuchung gehindert.

  • Ende März zeigt der Sohn der Frau die Einsatzleitung an – wegen fahrlässiger Tötung. Der Aargauer Staatsanwalt Christoph Rüedi übernimmt den Fall.

  • Ende August werden Protokolle aus der laufenden Untersuchung publik. Anders als von den Behörden bis dahin kommuniziert, habe der Polizeipsychologe mit Blick auf die Krankheit der Frau von einem Eingreifen abgeraten.

  • Im September verordnet Paul Winiker, dass Adi Achermann und Daniel Bussmann bis zum Schluss des Strafverfahrens keine heiklen Einsätze mehr leiten dürfen.
  • Im November wird bekannt, dass der Aargauer Staatsanwalt Christoph Rüedi eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung prüft.

Am 27.Juni dieses Jahres spricht das Bezirksgericht Kriens Kommandant Adi Achermann und Kripochef Daniel Bussmann vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei. Gleichentags entscheidet Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker, dass die beiden Polizeikader ab sofort wieder heikle Einsätze leiten dürfen.

  • Am letzten Freitag gibt Christoph Rüedi bekannt, das Urteil des Bezirksgerichts Kriens von Ende Juni nicht ans Kantonsgericht weiterzuziehen.

  • Am Montag kündigt Oskar Gysler, Anwalt des Sohns der durch Suizid ums Leben gekommenen Frau, an, ans Kantonsgericht gelangen zu wollen. (red)


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