Grüne starten nun auch in Sursee Bodeninitiative

12. Februar 2018, 00:00

Landverkauf Nach Emmen und der Stadt Luzern lancieren die Grünen jetzt auch in Sursee eine Bodeninitiative. Dies ist dem aktuellen Kantonsblatt zu entnehmen. Die Gemeindeinitiative mit dem Titel «Üse Bode, üsi Zue­konft» verlangt im Grundsatz, dass die Stadt Sursee Land nicht mehr verkaufen, sondern nur noch im Baurecht abgeben darf. Ausnahmen gibt es bei Bauvorhaben des Kantons oder des Bundes, bei Grundstücken, die maximal 100 Quadratmeter gross sind, oder bei Abgabe an stadteigene Betriebe und gemeinnützige Organisationen.

Samuel Zbinden, Präsident der Grünen Sursee: «Nach den Erfolgen der Bodeninitiative in Emmen und Luzern prüften wir, ob ein solches Reglement auch in Sursee Sinn machen würde. Nach einer Analyse war für uns klar: Sursee, mitten in einer Wachstumsregion, braucht dringend Bodenreserven. Trotzdem wurde in der Vergangenheit immer wieder Land verkauft. Das übrig gebliebene Land gilt es nun zu schützen!» Auftrieb erhielt das Anliegen auch durch einen Antrag an der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2017. Damals wollte der Stadtrat mit der Revision der Gemeindeordnung auch bewirken, Land im Wert von 6 Millionen Franken verkaufen zu können. Die Grünen setzten durch, dass weiter ein Betrag von 2,5 Millionen Franken gelten soll.

Lehre aus Hochdorf gezogen

Die vorliegende Initiative ist vergleichsweise detailliert ausgestaltet. Nicht ohne Grund, sagt Zbinden: «In Hochdorf war das Anliegen weniger detailliert – mit dem Resultat, dass der Gemeinderat schliesslich eine sehr verwässerte Lösung ausgearbeitet hat.»

Die Unterschriftensammlung in Sursee beginnt am 26. Februar. In 60 Tagen müssen 300 Unterschriften zusammenkommen. Das ist machbar. Laut Samuel Zbinden wollen die Grünen aber so viele Unterschriften wie möglich sammeln, um bereits vor der Abstimmung möglichst viele Bürger vom Anliegen überzeugen zu können. (avd)


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