Luzern: Weniger Krebskranke

06. Dezember 2017, 00:00

Vergleich Im Kanton Luzern erkranken weniger Menschen an Krebs als in der Gesamtschweiz. Sowohl die sogenannte Inzidenzrate (Häufigkeit an Erkrankungen) der Luzerner Männer als auch jene der Luzerner Frauen liegt unter den Schweizer Werten. Die Luzerner Raten liegen auf ähnlichem Niveau wie diejenigen der Deutschschweiz insgesamt.

Zwischen 2011 und 2015 sind in den vier Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden pro Jahr im Durchschnitt rund 0,5 Prozent der Bevölkerung neu an Krebs erkrankt. In derselben Zeitspanne sind im Mittel pro Jahr 988 Personen oder 0,2 Prozent der Bevölkerung an den Folgen ihrer Krebserkrankung gestorben. Im Alter steigt das Krebsrisiko an. Da Brustkrebs generell früher auftritt als Prostatakrebs, erkranken Frauen häufiger in jüngeren Jahren, während das Risiko für eine Krebserkrankung bei den Männern im Alter stärker ansteigt.

Urner erkranken im Schnitt später an Krebs

2015 betrug das Medianalter (eine Hälfte ist jünger und die andere älter) der neu an Krebs erkrankten Männer in Luzern, Ob- und Nidwalden jeweils 69 Jahre. Dasjenige der Obwaldnerinnen lag bei 66 Jahren, das der Luzernerinnen bei 67 Jahren und das der Nidwaldnerinnen bei 68 Jahren. Das Medianalter der Urnerinnen und Urner betrug 70 Jahre.

Seit dem Jahr 2010 erfasst das Zentralschweizer Krebsregister alle Krebsfälle des Kantons Luzern. Seit 2011 werden auch jene von Uri, Ob- und Nidwalden registriert. Laut einer Mitteilung von Lustat Statistik sind die Krebsneuerkrankungsraten des Kantons Luzern erstmals mit jenen auf nationaler Ebene vergleichbar. (red)


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