Missbrauch: Mehr Leistungen gespart

20. Juni 2017, 00:00

Invalidenversicherung Die IV Luzern hat im vergangenen Jahr Renten von gesamthaft 186 Millionen Franken ausbezahlt, wie es im gestern publizierten Jahresbericht heisst. Im Vorjahr waren es noch 196 Millionen Franken gewesen. Abgenommen hat auch die Zahl der IV-Rentenbezüger. 2016 lag diese bei 11 961 (Vorjahr: 12 430). Eine leichte Abnahme gab es bei der Wiedereingliederung. So wurden 1114 erfolg­reiche Wiedereingliederungen verzeichnet (2015: 1166).

Erfolgreich war die IV 2016 bei der Aufdeckung versuchter oder vollendeter Missbräuche, wie sie mitteilt. Indem sie Leistungen kürzte oder verweigerte, hat sie 8,5 Millionen Franken an Rentenleistungen eingespart. 2015 hatten die Einsparungen bei 4,6 Millionen gelegen. Geprüft wurden 88 Verdachtsfälle. In 13 Fällen (Vorjahr 12) erhärtete sich der Verdacht. Bei Bedarf setzt die IV für Observationen Detektive ein, wie es im Bericht heisst. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte im Herbst 2016 festgestellt, dass die gesetzlichen Grundlagen für Observationen bei der Unfallversicherung ungenügend sind. Die IV Luzern betont, dass diese bei IV-Renten grundlegend anders seien, und hält an Observationen fest. (red)


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