Nein zu neuem Bildungsangebot

06. Dezember 2017, 00:00

Kantonsrat Um Fremdsprachige besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren, hat Monique Frey (Grüne, Emmen) in einer Motion ein Bildungsangebot für Erwachsene verlangt, das berufsbegleitend auf einen Volksschul­abschluss vorbereitet. Denn erst durch die Förderung und das Erlangen von Grundkompetenzen könnten berufliche Nachhol­bildungsprogramme erfolgreich werden. So viel vorweg: Der Kantonsrat lehnte die Motion letztlich mit 50 zu 42 Stimmen bei einer Enthaltung ab.

Grüne, SP und eine Mehrheit der CVP wollten dem Ansinnen der Regierung folgen und den Vorstoss als Postulat erheblich erklären. So sagte Christine Kaufmann (CVP, Kriens), ihre Fraktion erkenne das «brach liegende Potenzial im Arbeitsmarkt». Gegen eine Überweisung als Motion – und somit gegen die Schaffung eines entsprechenden Angebots – würden allerdings die finanzielle Situation und die tiefen Erfahrungszahlen aus anderen Kantonen sprechen.

Bildungsdirektor Reto Wyss (CVP) verwies diesbezüglich auf eine geplante Analyse der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung. Diese werde den Bedarf einer Nachholbildung im Bereich der Berufslehre aufzeigen. Die Resultate der Analyse seien bis Ende 2018 zu erwarten. (fi)


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