«Noch nie haben die Künstler das Publikum so miteinbezogen»

ZOFINGEN ⋅ Nach 6 Tagen Festival, 29 Acts und rund 60 000 Zuschauern kehrt auf dem Heitere wieder Ruhe ein. Bereits am letzten Tag des Open Airs gingen es die Fans etwas gemütlicher an.
14. August 2017, 00:00

Am Heitere-Sonntag gehört der Zofinger Hausberg vor allem den Familien. Die Stimmung ist gemütlich. Viele legen eine Decke aus und machen es sich bequem, während sie der Musik lauschen.

Anderswo herrscht bereits Aufbruchstimmung. Die Spuren der letzten Tage und Nächte stehen beim Zeltplatz vielen ins Gesicht geschrieben. In Dutzenden Pavillons «hängen» müde Heitere-Fans und geniessen so gut wie’s geht die letzten Stunden.

Schweizer Künstler heizen ein

Andere hingegen reisen extra für den letzten Festivaltag an. Vor dem Eingang stehen die fünf Musikfans vom Verein Erdechinde. Sie sind überzeugt, dass es ein «cooler» Tag wird. «Frag mal, wie oft wir Gentleman schon gesehen haben dieses Jahr. Wir sind nur wegen ihm hier», sagt Fabrice.

Der deutsche Reggae-Musiker Gentleman ist einer der grossen Namen am letzten Heitere-Tag. Andreas Bourani lockt ebenfalls viel Volk auf den Berg. Ansonsten ist der Sonntag mit Nemo, Manillio, Pegasus oder Lo & Leduc in Schweizer Hand.

Von Freitag bis Sonntag besuchten 36 000 Personen das somit ausverkaufte Festival. Ein Grossteil stammt aus dem Kanton Luzern. Gut besucht oder gar ausverkauft waren auch der Super Tuesday, die Magic Night am Mittwoch (die 6000er-Marke wurde erstmals überschritten) und das Volksschlager – und dies trotz teils nass-kalten Wetters.

Heitere-Chef Christoph Bill ist zufrieden und spricht von einer grossartigen Ausgabe: «Noch nie haben die Künstler das Publikum derart stark miteinbezogen.» Publikumsfavorit sei der deutsche Künstler Mark Forster gewesen, der am Samstag auf dem Heitere war. Bill betont aber: «Das Programm war gewohnt vielfältig.» Dies soll sich auch bei der 28. Ausgabe nicht ändern. Heitere-Fans können sich den 10. bis 12. August 2018 bereits dick in der Agenda eintragen.

Roger Rüegger/Roseline Troxler

kanton@luzernerzeitung.ch


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