U20

Rächt sich die Natur an uns?

13. November 2017, 00:00

Die Natur. Von ihr wird viel geredet in der heutigen Zeit – und doch wollen wir nicht allzu viel mit Natur und Umwelt zu tun haben. Ist es nicht so, dass die Menschheit sich selbst zerstört, indem sie Wälder innerhalb eines Wimpernschlags rodet und Tiere ausrottet? Wir sehen Naturkatastrophen wie Lawinen, Erdrutsche, Tsunamis oder Vulkanausbrüche als «Feinde» an. Doch muss man der Natur nicht die Freiheit lassen, die Erde zu verändern?

Es wäre schön, wenn wir unsere Augen öffnen und erkennen würden, dass wir die Natur nicht genug schätzen, obwohl wir mit ihr immer verbunden sein werden. Wir haben aufgrund unserer starken Besitzansprüche noch nie wirklich Rücksicht auf die sensiblen Ökosysteme der Natur genommen. Früher war das weniger problematisch. Den Menschen fehlten die Methoden, um mit der heutigen «Gründlichkeit» die Ressourcen unseres Planeten auszu­beuten. Wenn wir Menschen auf Dauer überleben wollen, dann müssen wir lernen, mit den Ressourcen der Erde schonender umzugehen. Wir müssen uns also verstärkt um den Wiederaufbau von Ökosystemen kümmern, um damit das Überleben von bedrohten Arten zu sichern. Dass wir aber noch weit davon entfernt sind, sieht man etwa an der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die immer länger wird.

Meiner Meinung nach werden wir erst merken, was wir angerichtet haben, wenn der letzte Baum gefällt und die letzte Ähre geerntet wurde. Aber dann ist es für uns alle zu spät. Gerade deswegen sollten wir heute damit anfangen, dass wir die Landschaft nicht sukzessive zu einem Betonblock verbauen und somit uns selbst langsam ein Grab schaufeln.

Hinweis

In der Kolumne U20 äussern sich die Autoren zu von ihnen frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit derjenigen der Redaktion übereinstimmen.

Tim Pfister, 16, Schüler an der Kantonsschule Sursee

kanton@luzernerzeitung.ch


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