«Stärne füfi» soll zum Volksfest werden

GEWERBEAUSSTELLUNG ⋅ Im Michelsamt gibt sich das lokale Gewerbe ein Stelldichein. Ein umtriebiges OK will dafür sorgen, dass die Besucher ins Staunen kommen.
13. Oktober 2017, 00:00

Noch sind wenige, kleine Details zu erledigen. «Doch grundsätzlich sind wir bereit», sagt Moritz Felix, OK-Präsident der Gewerbeausstellung «Stärne füfi» in Beromünster. Heute Abend um 17 Uhr öffnet sie – in fünfjährigem Turnus – wieder die Türen. Auf dem Lindenareal präsentieren sich rund 60 lokale Betriebe.

Ein 14-köpfiges Organisationskomitee hat innerhalb von zehn Monaten Nägel mit Köpfen gemacht. Am 1. Dezember 2016 fiel der eigentliche Startschuss zur Ausgabe 2017. Vor zwei Wochen fand die siebte und letzte OK-Sitzung statt. Die relativ kurze Vorbereitungszeit sei unter anderem möglich gewesen, «weil viele Mitglieder bereits das letzte Mal dabei waren», sagt ­Felix. Man habe daher das Rad nicht neu erfinden müssen. «Zudem ermöglichte die breite Abstützung im Gremium ein speditives Arbeiten.» Die Gewerbeausstellung hat ein Budget von zirka 150000 Franken.

Rund 10000 Besucher werden erwartet

Für die Verantwortlichen soll «Stärne füfi» zu einem nachhaltigen Erlebnis werden. Immerhin erwartet das OK an den drei ­Tagen «rund 10000 Besucher», sagt Felix. Weil der Eintritt gratis ist, hofft er zudem auf einen «Mehrfacheffekt» – auf Personen, welche die Ausstellung nicht nur einmal besuchen. «Eine entscheidende Rolle dürfte dabei das Wetter spielen – wie immer bei solchen Veranstaltungen», weiss der OK-Präsident. Für die Aussteller stehen zwei Zelte zur Verfügung. Vor fünf Jahren war es noch eines. Zur Infrastruktur gehört auch ein Bauernzelt. Dort ist ein Kleintierzoo mit einge­bettet. Die Lindenhalle – sie dient auch als Showbühne – wird ebenfalls in die Aktivitäten einge­bunden. Spannend tönt der ­Programmpunkt «angetrunken fahren – im Simulator». Der Samariterverein Beromünster feiert an der Ausstellung das 80-Jahr-Jubiläum. Die Landessender-­Jugend veranstaltet zudem ein Harassenklettern. Wenn man die einzelnen Events plane, sei es oft ein Geben und Nehmen, sagt ­Felix. So dürfte das Harassen­klettern viele junge Besucher anlocken. Im Gegenzug lässt das OK im Anschluss an die Ausstellung eines der beiden Zelt stehen. So, dass die Landessender-­Jugend in zwei Wochen ihre Sänderparty feiern kann.

«Ganz generell steht uns diesmal mehr Platz für den Anlass zur Verfügung», sagt der ­OK-Chef. Für ihn ist das abwechslungsreiche Rahmenprogramm «ein zusätzliches Highlight des Events.» Felix – selbst ein «Gwärb­ler» – betont die Wichtigkeit, dass sich «die regionalen Kleinbetriebe vorstellen und Kundenbeziehungen pflegen können. Für sie bieten solche Anlässe stets eine willkommene Plattform.»

Auch eine Herausforderung sei das Finden eines passenden Festwirts gewesen, sagt der OK-Präsident. Denn Beromünster hat nicht mehr allzu viele Gastro­betriebe. «Wir haben im Interesse aller Involvierten eine gute Lösung gefunden», sagt Felix. Ebenfalls mit eingebunden ist hier das in Beromünster ansässige Brauhuus 531. Die ursprüngliche Idee, einer Gastregion die Möglichkeit zur Präsentation zu geben, hat das Organisationskomitee verworfen. «Schweren Herzens», wie Moritz Felix betont. Denn man sei vom Mehrwert für die Ausstellung überzeugt gewesen. «Doch wir waren zeitlich ein wenig zu spät dran.» Trotzdem ist der OK-Präsident überzeugt: «Der dreitägige Anlass wird ein Volksfest für die ganze Region.»

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Mehr Infos zur Gewerbeausstellung Beromünster finden sie unter: www.staerne-fuefi.ch.


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