Startschuss für Studierende

BILDUNG ⋅ Heute beginnt das neue Hochschulsemester. Wir fragten bei den drei grossen Luzerner Institutionen nach, welche drei Themen sie in diesem Jahr besonders beschäftigen werden.
18. September 2017, 00:00

Ismail Osman

ismail.osman@luzernerzeitung.ch

Die Hochschule Luzern (HSLU) blickt heuer auf ihre Anfänge zurück und macht sich über ihre Zukunft Gedanken.

1. 20 Jahre Hochschule Luzern

1997 als Fachhochschule der Zentralschweiz gegründet, reichen die Wurzeln der Institution weit zurück, zum Teil bis auf 140 Jahre. 2007 wurden die Teilschulen der FHZ, Technik & Architektur, Wirtschaft, Soziale Arbeit, Design & Kunst und Musik organisatorisch als Departemente unter dem Dach der «Hochschule Luzern – Fachhochschule der Zentralschweiz» zusammengeführt. «Die Schweizer Fachhochschulen gehen auf eine Bundesinitiative zurück, die 1996 zum eidgenössischen Fachhochschulgesetz führte», sagt HSLU-Rektor Markus Hodel. «Die Fachhochschulen erfüllten das Bedürfnis des Landes nach hoch qualifizierten Fachkräften und anwendungsorientierter Forschung», erklärt Hodel das rasante Wachstum der Hochschule. Startete man vor zwanzig Jahren mit überschaubaren 293 Studentinnen und Studenten, so waren es vergangenes Jahr über 6000 (siehe Grafik).

Die Hochschule Luzern wird keine eigentliche Jubiläumsfeier veranstalten, sie hat jedoch ein «Jubiläumsmagazin» veröffentlicht (siehe Hinweis).

2. Künftige Infrastruktur

Vergangenen Juli wurde bekannt, dass die Luzerner Regierung vorhat, den Hochschulcampus Horw für 333 Millionen Franken auszubauen. Darin inbegriffen ist neben einem Neubau für die PH Luzern auch die Sanierung und Erweiterung des Departements Technik & Architektur der HSLU. Die Realisierung ist für Mitte der 2020er-Jahre vorgesehen. «Der Kanton ist im Lead – es ist für uns ein zentrales Projekt», sagt Hodel. «Die heutigen Räumlichkeiten werden von doppelt so vielen Studierenden und Mitarbeitenden belegt wie von den Gebäuden her ursprünglich vorgesehen.» Hodel erhofft sich vom Projekt auch eine Wirkung gegen aussen: «Es ist Tatsache, dass ein attraktiver Campus bei der Wahl der Studierenden eine gewichtige Rolle spielt.» Man sei im engen Kontakt mit dem Kanton. «Wir müssen aufzeigen können, was wir benötigen.» Kommt der Ausbau in Horw zu Stande, wäre es der Abschluss einer grossen Infrastrukturentwicklung: Vergangenes Jahr zog das Design & Kunst in die Viscosistadt in Emmenbrücke, das neue Gebäude des Musikdepartements befindet sich in Kriens im Aufbau, und bis 2019 soll das Informatikdepartement in Rotkreuz vom heutigen Provisorium in ein eigens gebautes Gebäude übersiedeln.

3. Moderates Wachstum

Die HSLU wird in den kommenden 20 Jahren verständlicherweise nicht mehr dieselbe Wachstumsexplosion durchleben wie in den ersten 20 Jahren. Zudem bestehen finanzielle Engpässe der öffentlichen Hand, was die Weiterentwicklung erschwert. In kleineren Schritten soll das Wachstum trotzdem weitergehen: «Wir haben erst letztes Jahr das neue Departement Informatik lanciert. Dieses bietet noch viel Potenzial», so Hodel. Ebenfalls grosse Möglichkeiten sieht Hodel in einem Ausbau an interdisziplinären Studiengängen – also solchen, die das Angebot der verschiedenen Departemente der Hochschule verbinden.

www. Das Jubiläumsmagazin finden Sie unter: luzernerzeitung.ch/bonus.

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