Steuern: FDP will eine Korrektur

16. September 2017, 00:00

Dividenden Das Nachfolgewerk der vom Volk abgelehnten na­tionalen Unternehmenssteuer­reform III – die Steuervorlage 2017 – befindet sich derzeit in der Vernehmlassung. Die Vorlage ist für die bisherige Finanzstrategie des Kantons Luzern von entscheidender Bedeutung. Wie Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos) mehrfach betonte, könne die Vorlage in Luzern praktisch kostenneutral umgesetzt werden – während in anderen Kantonen grössere Reformen anstehen. Ein Teil der Steuervorlage ist aber umstritten: die Dividendenbesteuerung.

Der Kantonsrat hat im Dezember 2016 die Dividendenbesteuerung auf 60 Prozent festgelegt. Die Steuervorlage 2017 sieht aber 70 Prozent vor, was laut Marcel Schwerzmann auch für Luzern ideal sei.

«Kanton manövriert sich ins Abseits»

Der Horwer FDP-Kantonsrat Gaudenz Zemp will nun den Regierungsrat mit einem Postulat beauftragen, dass dieser im Rahmen der laufenden Vernehmlassung auf einen Satz von 60 Prozent hinwirkt. Sonst «manövriert sich der Kanton Luzern als Unternehmensstandort ins Abseits», schreibt die FDP in einer Mitteilung. Die umliegenden Zentralschweizer Kantone hätten tiefere Steuersätze. (red)


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