Grosse Trauer in der ganzen Welt

20. März 2017, 00:00

Reaktionen Der «geliebte Ehemann, Vater, Grossvater und Urgrossvater» sei im Alter von 90 Jahren gestorben, hiess es gestern auf der Internetseite von Chuck Berry. «Obwohl sich seine Gesundheit in letzter Zeit verschlechtert hatte, verbrachte er seine letzten Tage zu Hause, umgeben von der Liebe seiner Freunde und Familie», liess Chuck Berrys Familie verlauten und bat darum, in ihrer Trauer nicht gestört zu werden.

Viele Fans in der ganzen Welt und berühmte Kollegen betrauerten den Tod des Musikers im Internet. «Ich bin so traurig, zu hören, dass Chuck Berry gestorben ist», schrieb Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger bei Twitter. «Ich möchte mich bei ihm für all die inspirierende Musik bedanken, die er uns gegeben hat. Er hat Licht in unsere Teenager-Jahre gebracht und uns davon träumen lassen, Musiker zu werden. Seine Texte haben andere überstrahlt und ein merkwürdiges Licht auf den amerikanischen Traum geworfen. Chuck, du warst grossartig, und deine Musik ist in uns für immer eingraviert.»

Der Musiker Bruce Springsteen bezeichnete Berry als «besten Fachmann, Gitarristen und puren Rock-’n’-Roll-Schreiber, der je gelebt hat». Musiker John Mayer würdigte Berry als «Legende». Autor Stephen King schrieb, die Nachricht habe sein Herz gebrochen: «Aber 90 Jahre alt ist nicht schlecht für Rock ’n’ Roll.» Rocker Lenny Kravitz pries Berrys Einfluss auf die Musik: «Keiner von uns wäre ohne dich hier. Rock on, Bruder!» Und der bekannte US-­Comedian Marc Maron schrieb schlicht: «Der König ist tot.» Und Ex-Präsident Bill Clinton schrieb: «Hillary und ich lieben Chuck Berry, solange ich denken kann.»

In Los Angeles kamen Fans unmittelbar nach Bekanntwerden von Berrys Tod im Gitarrenzentrum am Sunset Boulevard zusammen und diskutierten über seinen Einfluss auf Generationen von Musikern. Das «Rolling Stone»-Magazin nannte Berry den «wahren Paten» des Rock ’n’ Roll. «Elvis war der erste Popstar des Rocks, Chuck Berry aber der Meistertheoretiker und das konzeptuelle Genie des Genres Rock ’n’ Roll», schrieb die «New York Times». Berry habe den Rock ’n’ Roll zwar nicht erfunden, schrieb das US-Musikmagazin «Billboard», aber: «Er hat ihn zu einer Geisteshaltung gemacht, die die Welt verändert hat.» (dpa/red)


Leserkommentare

Anzeige: