Man hört die Freude am Texten

14. März 2017, 00:00

CD Das Monster erwacht: Mit Beschwörungsgesängen und Trommelschlägen schleppt sich der Beat wuchtig vorwärts, tief-verzerrt hallt es «alles dreit uf de Stell – karussell». Lo & Leduc starten ihre zweite Platte mit einem klassischen Intro. Das stampft und dampft. Und es blendet etwas.

Denn was folgt, klingt klassischer nach Lo & Leduc. Poppiger Rap mit vielen Bläsern, der eher nach Karibik als nach Bern klingt. Textlich mäandrieren Lo & Leduc zwischen ernsten Themen wie Demenz und seichteren Gefilden. Das geht nicht immer gut, aber meistens schon. Und wenn sie die Geschichte eines traurigen Vampirs erzählen, ist das in seinen besten Momenten sogar richtig ergreifend. Man hört die Freude am Texten, ganz selten allerdings auch das Geknorze dabei.

«Ingwer und Ewig» ist konsequenter, in sich geschlossener und facettenreicher als der Vorgänger. Nach dem wuchtigen Intro hätten wir uns aber manchmal gewünscht, das Monster hätte länger wüten dürfen. (mg)

Hinweis

Lo & Leduc: «Ingwer und Ewig» (Bakara/Warner). 29. April, Schüür, Luzern (ausverkauft).

Wir verlosen drei Exemplare der CD. Rufen Sie heute an unter 0901 83 30 23 (Fr. 1.50/Anruf) oder nehmen Sie teil unter www.luzernerzeitung.ch/wettbewerbe.


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