Mittfünfzigerin auf neuen Pfaden

19. April 2017, 00:00

Roman Die in Risch ZG lebende Monika Dettwiler hat sich bisher vor allem als Autorin von historischen Romanen einen Namen gemacht. Ihr neuer Roman «Zürcher Machtspiele» indes spielt in der Gegenwart. Hauptfigur ist die Journalistin Martina. Unerwartet erhält die Mittfünfzigerin vom Arbeitgeber die Kündigung. Was wohl mit einer brisanten Story zu tun hat, an der sie dran ist: Ein Zürcher Anlagebetrüger soll ein altes Ehepaar um 30 Millionen betrogen haben. Dieser, ein Fan von Homers Sagen, flüchtet durch deren mediterrane Schauplätze. Martina nimmt mit einem Anwalt, der sich auch als potenzieller Liebespartner entpuppt, die Verfolgung auf.

Die Krimielemente spielen im Roman eine untergeordnete Rolle und bilden eher das Vehikel für den kulturhistorischen Trip. Weitere Handlungsstränge sind ein Restaurant, das Martinas Sohn aufziehen will, sowie die subtil erzählte Lovestory. Spannend ist auch die Protagonistin selber, was sie als Ü-Fünfzigerin in der Arbeitswelt erlebt und wie sie sich zur Wehr setzt. (are)

Hinweis

Monika Dettwiler: Zürcher Machtspiele. Münster Verlag,

240 Seiten, zirka Fr. 29.–.


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