Was Sie schon immer über Bücher wissen wollten

LITERATUR ⋅ Morgen ist Welttag des Kirschkäsekuchens und des deutschen Biers. Vor allem aber ist es der Welttag des Buches. Wir haben dazu total nutzlose und umso unterhaltsamere Informationen zusammengetragen.
22. April 2017, 00:00

Der Welttag des Buches wird seit 1995 begangen. Viele Bibliotheken und Buchhandlungen führen Veranstaltungen durch, dieses Jahr viele schon heute Samstag. Die Unesco will mit dem Tag auf die unverzichtbare Rolle des Buches sowie die Rechte der Autoren hinweisen. Der 23. April wurde gewählt, weil er der Todestag sowohl von William Shakespeare als auch von Cervantes ist. Aus Anlass des Tages einige kuriose Fakten über Bücher und Autoren:

  • Den Rekord bei aus Bibliotheken gestohlenen Büchern hält das « G uinness Book of Record .
  • Die kürzeste Kurzgeschichte besteht aus sechs Wörtern und soll von Ernest Hemingway sein. Sie lautet: «For sale: baby shoes, never worn»(«Zum Verkauf: Babyschuhe, nie getragen»).
  • Der längste Roman heisst «Marienbad My Love» (2013). Das Werk eines gewissen Mark Leach umfasst siebzehn Bände mit fast 18 Millionen Wörtern.
  • Den Rekord für den längsten Satz hält «The Rotter’s Club» (2001, dt. «Erste Riten») von Jonathan Coe, der im englischen Original 13955 Wörter umfasst. Noch länger ist nur Nigel Tomms absurdes Kunstwerk «The Blah Story», ein einziger Satz aus 2403109 «Blahs».
  • Das Buch «Le train de nulle part» («Der Zug aus Nirgendwo») von Michel Dansel enthält kein einziges Verb.
  • Das Manuskript von Jack Kerouacs legendärem Roman «On TheRoad»(«Unterwegs»)soll ei­ne WC-Papierrolle gewesen sein.
  • Das Manuskript von «Of Mice And Men» («Von Mäusen und Menschen») von John Steinbeck wurde von seinem Hund Tobey zerrissen. Steinbeck musste die Hälfte davon neu schreiben.
  • Hitlers «Mein Kampf» war zu Zeiten der NS-Diktatur angeblich das zugleich am häufigsten verschenkte wie am wenigsten gelesene Buch. Jedes Ehepaar bekam eins gratis zur Hochzeit.
  • Ernest Hemingway klaute in seiner Lieblingsbar Sloppy Joe’sin Key West ein Pissoir und nahm es mit nach Hause. Seine Begründung: Er habe schon so viel Geld in dieses Urinal gepisst, dass es ihm mittlerweile gehöre. Hemingway machte daraus einen Brunnen, der heute noch im Garten des Ernest Hemingway Home and Museum bewundert wird.
  • Oscar Wilde führte einen Hummer an der Leine Gassi.
  • J. R. R. Tolkien («Der Herr der Ringe») pflegte als axtschwingender Wikinger verkleidet die Nachbarn zu erschrecken.
  • «Da Vinci Code»-Autor Dan Brown war in den 90er-Jahren zunächst Popsänger. Sein zweites Album war bereits sein letztes. Es hiess «Angels & Demons», gleich wie sein zweiter Roman (dt. Titel «Illuminati»).
  • Der dänische Märchenerzähler Hans Christian Andersen hatte viele Phobien. So trug er immer einen Strick bei sich, um sich im Notfall aus einem brennenden Zimmer abseilen zu können.
  • Ein «Doppeltalent» war der österreichische Autor Felix Salten. Seine beiden Hauptwerke waren der Kinderbuchklassiker «Bambi» und der Erotikroman «Josefine Mutzenbacher».
  • Eine Studie zeigt: Wenn Leser das Interesse an einem Buch verlieren, geschieht das durchschnittlich auf Seite 18. (dpa)

Hinweis

Lesen Sie morgen zum Welttag des Buches ein Interview mit dem Luzerner Verleger Matthias Burki.


Login

 
Leserkommentare

Anzeige: