Scooter: Wirbel um Krim-Auftritt

17. Juni 2017, 00:00

Hamburg Die Technoband Scooter will im August bei einem Festival auf der von Russland annektierten Krim auftreten – und erntet dafür harsche Kritik. Die grüne Europa-Abgeordnete Rebecca Harms etwa sagte in der «Bild»-Zeitung, die Band um Frontmann H.P. Baxxter würde damit «Putins Seite ergreifen».

Sie warnte, «die Leute von Scooter sollten wissen, dass Künstler und Bürgerrechtler von der Krim zu jahrzehntelanger Lagerhaft in Sibirien verurteilt wurden. Ihr Auftritt dient auch dazu, all die schlimmen Menschenrechtsverletzungen auf der Krim zu übertünchen.» Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim 2014 annektiert – aus Sicht des Westens völkerrechtswidrig.

H.P. Baxxter verteidigte den Auftritt. «Wir haben die Anfrage bekommen und spielen da im Rahmen eines Festivals», sagte er. «Wir sehen das als rein musikalischen Event, wir spielen für unsere Fans», betonte der in Hamburg lebende 53-Jährige. Der Auftritt von Scooter («Hyper, Hyper») ist für den 4. August geplant – in der Küstenstadt Balaklava (Sewastopol). Baxxter: «Wir werden uns politisch nicht vereinnahmen lassen.» (dpa)


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