EO-Karten sind fünf Jahre gültig

15. Oktober 2016, 00:00

Wer für das Militär oder das Rote Kreuz im Einsatz ist, Zivilschutz und Zivildienst leistet oder Leiterkurse von Jugend+Sport absolviert, hat Anspruch auf Erwerbsersatz (EO). Die Ansätze für die Vergütung gehen von 62 bis maximal 243 Franken pro Tag und Person – die Höhe hängt davon ab, ob man Kinder hat, angestellt oder selbstständig ist. Studenten, die als Nichterwerbstätige gelten, erhalten den Betrag von der Ausgleichskasse direkt auf ihr Konto gutgeschrieben. Ein EO-Formular, die sogenannte EO-Karte, kann bis zu fünf Jahre nach dem Dienst noch eingereicht werden, danach entfällt der Anspruch auf die Zahlung.

Entstanden ist die Idee, den Soldaten Erwerbsersatz zu zahlen, während des Ersten Weltkriegs, als die mobilisierten Armeeangehörigen ihre Familien zu Hause nicht genügend unterstützen konnten. Dies führte zu grossen sozialen Spannungen im ganzen Land. Es war denn auch unter anderem einer der Gründe für den Generalstreik von 1918. Im Nachgang dazu waren es grosse Unternehmen und der öffentliche Sektor, die von sich aus eine Erwerbsersatzentschädigung gewährten. Seit dem 1. Juli 2005 werden auch Beiträge für Mütter im Mutterschaftsurlaub über die EO gewährt. Erwerbstätige Mütter haben während 14 Wochen Anspruch auf den Ersatz von 80 Prozent ihres durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt. (kük.)


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