Ein mögliches Potenzial von 200 Millionen Franken

14. Oktober 2016, 00:00

Mobilfunkmakler Daniel Gruber glaubt, dass der Immobilienbranche und den Grundeigentümern über 200 Millionen Franken pro Jahr an Mieterträgen ver­loren gehen. So kommt er auf den Betrag: In der Schweiz gibt es rund 17000 Antennenstandorte. «Wenn man davon ausgeht, dass davon rund 2000 im Besitz der Swisscom Immobilien AG sind, rechnen wir mit 15000 Standorten, wovon mindestens 1000 von mehreren Providern gleichzeitig genutzt werden», sagt Gruber. Man könne also davon ausgehen, dass es schweizweit rund 16000 Mietverträge gebe. Glaubt man der Schätzung von Gruber, dass Provider im Schnitt pro Jahr für einen Standort 9000 Franken Miete bezahlen, betragen die Mieterträge aktuell 144 Millionen Franken.

«Bei den von uns nachverhandelten Mietverträgen kommen wir auf einen Durchschnitt von 22000 Franken pro Jahr, wir schliessen in der Regel also 13000 Franken höher als der Durchschnitt ab», so Gruber. Dieser Betrag sei nicht exorbitant: «Es liegen uns Mietverträge in der Höhe von bis zu 78000 Franken vor; sehr viele belaufen sich aber schon heute auf zwischen 18000 und 30000 Franken pro Jahr.»

Wenn man nun diese Differenz, also die 13000 Franken, mit den 16000 Mietverträgen multipliziert, ergibt dies in den Augen von Gruber ein Potenzial von 208 Millionen Franken. Und dies sei «sehr vorsichtig kalkuliert». (mim.)


Login

 
Leserkommentare

Anzeige: