Hilfreich für ältere Menschen

03. März 2017, 00:00

Reaktionen Verhaltenen Applaus für die Einzahlungsmöglichkeit an der Haus­türe gibt es für die Post von der Stiftung Konsumentenschutz. Zuerst habe die Post mit der Ankündigung, bis zu 600 Postfilialen zu schliessen, in der Bevölkerung grosse Verunsicherung ausgelöst. «Die Post hat nun – reichlich spät zwar – offenbar den Dialog mit der Bevölkerung, der Politik und der Wirtschaft aufgenommen und will erste Massnahmen umsetzen, um den Postdienst bis zu einem gewissen Grad aufrechtzuerhalten», heisst es in der Stellungnahme des Konsumentenschutzes. Für ältere und weniger mobile Menschen sei die Bareinzahlung an der Haustüre ein sinnvolles Angebot. «Wer berufstätig und tagsüber nicht zu Hause ist, wird sich aber weiterhin anders und umständlicher organisieren müssen», so die Stiftung für Konsumentenschutz.

Die Gewerkschaft Transfair erinnert daran, die angekündigte Schliessungswelle habe das Personal von Poststellen und im Verkauf stark verunsichert. Die Arbeitnehmerorganisation wirft der Post vor, sie verfüge über keine Personalstrategie und warnt vor einer übereilten Umsetzung. So hält sie die Einführung der Bareinzahlungen an der Haustüre im September für «zu sportlich angedacht». Denn der Service mache Schulungen zu den Sicherheitsvorschriften und eine Aufwertung der Jobprofile notwendig. Transfair fordert, im Falle von Schliessungen, die betroffenen Angestellten zu gleichbleibenden Löhnen weiterzubeschäftigen. (rr)


Login

 
Leserkommentare

Anzeige: