«Touristenattraktion, aber keine Innovation mehr»

13. Oktober 2016, 00:00

«Das Konzept der Hard-Rock-Cafe-Gastronomie ist ziemlich überholt», sagt Jürg Landert von der Zürcher Gastronomie-Konzepte Consulting. Es sei in den Boomjahren die grosse Attraktion gewesen, auf einer Städtereise im Hard Rock Cafe einzukehren. «Einen guten Hamburger findet man mittlerweile auch in anderen Restaurants. In der Schweiz boomen seit ein paar Jahren Burger-Lokale», weiss Jürg Landert. «Nur dafür sucht kein Schweizer mehr ein Hard Rock Cafe auf.»

Bei den Hard Rock Cafes vermisst der Gastroberater die Innovation. Dass die Restaurantkette weiterhin gut unterwegs ist, habe vor allem damit zu tun, dass die Lokale ausschliesslich in grossen Städten an bester Lage zu finden sind. «Hard Rock Cafe profitiert von den grossen Touristenströmen», sagt Landert. «Da bleiben immer wieder Leute hängen, obwohl die Restaurants im Vergleich zu den einheimischen Lokalen völlig überteuert sind. Es sind ziemliche Touristenfallen.» Bis heute findet man in der Schweiz kein Hard Rock Cafe, weshalb? «Unsere Städte sind zu klein, um ein solches Lokal Gewinn bringend betreiben zu können», ist Jürg Landert überzeugt. «Es bedarf während des ganzen Jahres hindurch konstant hoher Touristenströme, denn die Einheimischen würden wohl kaum zu Stammgästen.» (eme.)


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