Präsident Dürr nimmt bald Abschied

10. Juni 2017, 00:00

Abtritt Es war gestern bereits die letzte Bilanzmedienkonferenz für Markus Dürr, den Präsidenten des Suva-Rates. Seit Anfang 2014 im Amt, räumt er den Präsidentensessel Ende Jahr. Eigentlich hatte ihn der Bundesrat vor vier Jahren für sechs Amtsjahre gewählt. Doch mit der Revision des Unfallversicherungs­gesetzes fand eine Altersguillotine von 70 Jahren Eingang in die Bestimmungen. Dürr wurde im Frühling 70, und eine Übergangsfrist für amtierende Suva-Räte ist nicht vorgesehen (Ausgabe vom 3. Mai). Der frühere Luzerner Gesundheitsdirektor äusserte sich auch gestern nicht weiter zum Ende seiner Zeit bei der Suva. Der Suva-Rat wählt seinen Nachfolger am 17. November.

Dürr zeigte sich bei seinem Rückblick zufrieden mit dem Weg, den der Unfallversicherer beschreitet. Das Zusammenspiel von Prävention, Versicherung und Rehabilitation funktioniere bestens. Mit dem neuen Unfallversicherungsgesetz seien seit Jahresbeginn auch viele Unsicherheiten ausgeräumt worden. In Dürrs Zeit als Präsident fällt auch die Umstellung vom Leistungs- aufs Beitragsprimat bei der Pensionskasse, der die meisten der über 4200 Suva-Angestellten angeschlossen sind. Für den grössten Teil der Kosten von 500 Millionen Franken kommen die Mitarbeitenden auf. Die Suva steuert als Arbeitgeberin 150 Millionen Franken bei. (rr)


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