Schild, ein Luzerner Traditionsunternehmen

13. Mai 2017, 00:00

Geschichte Die Ära von Schild beginnt vor 95 Jahren mit dem Erwerb der Volkstuch AG. Unternehmer Adrian Schild wandelt das in der Kleiderherstellung tätige Unternehmen in einen Herrenausstatter mit Filialen in der ganzen Schweiz um. Anfang der 1940er-Jahre wird die Kleiderfabrik am Rotsee erbaut.

Die Produktion von Herren- und Damenmode startete erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Aufgrund einer neuartigen Bautechnik mit pilzförmigen Säulen wurde das Gebäude bis 1945 von der Schweizer Armee in Beschlag genommen. Nach dem Krieg arbeiteten bei Schild phasenweise rund 300 Näherinnen, auf dem Höhepunkt in den 1970er-Jahren betrug der Personalbestand in Luzern 400 Personen.

Bis 1972 war die Firma noch unter dem Namen Tuch AG tätig – am 50-Jahr-Jubiläum wurde der Name auf Schild AG gewechselt. Das Bekleidungsunternehmen war viele Jahre auch in der Uniformenproduktion tätig. 2004 übernahm Schild das in eine Krise geratene Modehaus Spengler. 1996 gab die Gründer­familie die operative Führung ab. 2003 stieg sie ganz aus, das Management übernahm Schild. 2014 kaufte die Migros das Modehaus, der Hauptsitz wurde 2015 nach Spreitenbach verlegt. (hoe/jvf/fg)


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