Nachgefragt

«170 Arbeitsplätze bleiben in Kriens»

02. Dezember 2017, 00:00

250 Personen arbeiten derzeit auf dem Areal von Andritz Hydro in Kriens, davon 80 in der Produktion, welche noch fünf Jahre am heutigen Standort verbleiben wird. Für die Weiterentwicklung des Areals ist nun das Siegerprojekt aus dem Europan-Wettbewerb bekannt (Ausgabe von gestern). Heinz Duner, Standortleiter von Andritz Hydro in Kriens, nimmt Stellung zu den Zukunftsplänen des Unternehmens.

Heinz Duner, gemäss Siegerprojekt würde das heutige Hauptgebäude von Andritz Hydro einem Neubau weichen. Entspricht das auch Ihren Plänen?

Nein, das Gebäude wird erhalten bleiben. Wir haben dieses vor vier Jahren für mehrere Millionen Franken kernsaniert und mit der Grundstückbesitzerin Logis Suisse einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Administration und Technik mit 170 Ar­beitsplätzen werden in Kriens verbleiben.

Die Gemeinde hofft, dass auch die Produktion in Kriens bleibt. Ist das realistisch?

Unser Mietvertrag für die Produktion läuft in fünf Jahren aus. Dann wird die Produktion einen neuen Standort im Umkreis von 20 Kilometern beziehen. Die Suche läuft bereits auf Hochtouren. Klar ist aber, dass die Arbeits­plätze in der Region bleiben.

Wäre es überhaupt möglich, die Produktion weiterzu­führen, während das Areal komplett neu bebaut wird?

Eine Weiterentwicklung des Areals ist nicht möglich, wenn unsere Produktion am heutigen Standort bleibt. Wir benötigen eine Produktionsfläche von zirka 10000 Quadratmetern, die auch für Schwertransporte zugänglich sein muss. Ebenso sind Arbeiten in der Nacht und am Wochen­ende erforderlich. Daher erachten wir die Weiterführung der Produktion im komplett neubebauten Areal als schwierig. (cgl)


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