Einsprache gegen Fahrverbot

LUZERN ⋅

26. November 2016, 00:00

Luzern Die Stadt Luzern will auf der Sagenmattstrasse zwischen dem Schulhaus Grenzhof und dem Kreuzstutz-Kreisel ein Fahrverbot einführen (wir berichteten). Dies, weil sich Anwohner, der Quartierverein und die Schulleitung über den Schleichverkehr auf der Strasse, die auch ein beliebter Schulweg ist, beschwert haben. Die per Oktober geplante Umsetzung des Verbots liegt aber derzeit auf Eis.

«Es ist eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingegangen, deshalb sind uns zur Zeit die Hände gebunden», sagt Simon Steffen vom Bereich Mobilität des städtischen Tiefbauamtes. Weitere Details nennt er mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht. Die Abhandlung einer Beschwerde könne zwischen sechs Monaten und einem Jahr dauern. «Falls das Urteil an die nächste Instanz weitergezogen wird, würde sich die Umsetzung weiter verzögern», so Steffen.

Derzeit weichen während der Hauptverkehrszeiten viele Autofahrer auf die Sagenmattstrasse aus, um den Stau in Richtung Kreuzstutz zu umgehen. Gemäss einer Studie der Stadt werden 80 Prozent des Verkehrs nicht durch Quartierbewohner, sondern durch Ausweichverkehr produziert. Neben dem Fahrverbot will die Stadt auf der Kanonenstrasse, kurz vor der Einmündung in die Sagenmattstrasse, eine sogenannte Anrampung bauen: eine Strassenschwelle, die den Passanten einen günstigen Ort zum Überqueren weist und die Autofahrer zum Bremsen zwingt. (std)


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