Für Touristen kaum Folgen

15. Oktober 2016, 00:00

Bangkok Die thailändische Regierung hat nach dem Tod von König Bhumibol eine einjährige Staatstrauer angeordnet. Was bedeutet das für die Millionen von Touristen, die während des Winters im südostasiatischen Königreich ihre Ferien verbringen? «Mit Auswirkungen auf das öffentliche Leben und den Tourismus ist ab Mitte November nicht mehr zu rechnen», sagt Gere Gretz vom thailändischen Fremdenverkehrsamt in Bern.

Wegen der Trauer sind die Staatsbediensteten angehalten, während eines Jahres schwarze Kleidungen zu tragen. Für die nächsten 28 Tage wurden alle öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Hotels, Restaurants und Einkaufszentren sind jedoch geöffnet. In den nächsten sechs Tagen bleibt auch die Tempelanlage mit dem früheren Königsschloss, der «Grand Palace», in Bangkok geschlossen. Dort ist seit gestern die Leiche des Königs aufgebahrt. Mit Einschränkungen ist in den Vergnügungsvierteln zu rechnen. Ab Mitte November nimmt dann das gesellschaftliche Leben wieder seinen üblichen Gang. Die offizielle Bestattungszeremonie findet erst in einem Jahr statt.

Rund 220 000 Schweizer fliegen im Jahr nach Thailand, um dort ihre Ferien zu verbringen. Nach den USA gilt Thailand als zweitwichtigste Ferndestination. Insgesamt besuchen jährlich rund 30 Millionen Touristen pro Jahr das Königreich. Die Tourismusbranche steuert rund 10 Prozent zum Bruttoinlandprodukt des Landes bei. (rr.)


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