Grossandrang auf neue Raststätte

ERÖFFNUNG ⋅ Zur Freude zahlreicher Pendler gibt es an der Autobahn A14 nun die neue Raststätte St. Katharina. Einige haben allerdings nicht nur Gutes zu berichten.

21. März 2017, 00:00

Astrid Longariello

astrid.longariello@luzernerzeitung.ch

Am vergangenen Freitag wurde die neue Raststätte St. Katharina an der Autobahn A14 bei Inwil eröffnet – und gleich am Wochenende herrschte dort Grossandrang, wie Geschäftsführer Ramadan Alitaj sagt. «Wir haben uns sehr gefreut über das grosse Interesse. Rund 2000 Kunden durften wir begrüssen. Solch einen Andrang hätten wir nie erwartet», so Alitaj. Auch seine Stellvertreterin Alona Ajvazi ist von der neuen «Station Süd» begeistert. «Es ist supertoll, hier zu arbeiten. Und die meisten Kunden sind froh, dass es hier nun eine Raststätte gibt», sagt sie.

Im Gebäude, das sich in Fahrtrichtung Zug befindet, gibt es momentan einen Migrolino-Shop sowie eine Kaffeeecke. Diese wird bereits rege genutzt: So verpflegt sich dort zum Beispiel Niklaus Nett aus Schiers mit einem Sandwich. Eigentlich gefalle ihm die Raststätte sehr, doch es sei sehr schade, dass keine warmen Speisen zubereitet würden, sagt er. Denn laut der Raststätten-Betreiberin Socar Energy können sich Besucher im Rahmen des Migrolino-Konzepts «Freshly made» eigentlich warm oder kalt verpflegen.

Gäste stören sich an Bauarbeiten

Aldo Merizzi aus Zürich und Antonio Carizzi trinken einen Kaffee im Shop. Sie hätten aus Neugierde einen Stopp eingelegt. Grundsätzlich sei es richtig, dass es an der Stelle bei Inwil eine Raststätte gebe, finden sie. «Ich frage mich allerdings, ob genügend Parkplätze vorhanden sind. Zudem habe ich ein Restaurant erwartet und nicht nur so einen kleinen Shop. Wenn viele Leute hierherkommen, werden sie sicherlich lange in der Schlage stehen müssen», bemängelt Me­rizzi. Demgegenüber hält Geschäftsführer Alitaj fest, dass die Bauarbeiten rund um das Gebäude noch nicht fertig seien und weitere Parkplätze entstehen würden. Insgesamt sind 42 Parkfelder für Personenwagen und sieben für Lastwagen geplant.

Dass momentan noch eine Baustelle rund um das Gebäude herrscht, im Innern eifrig Lampen montiert werden und an verschiedenen Orten gesägt und gehämmert wird, kommt nicht bei allen Gästen gut an. «Ich finde, es ist ungünstig, dass der Shop schon geöffnet ist. So kann ich meinen Kaffee nicht in Ruhe geniessen», meint ein Gast. Der Geschäftsführer begründet das Vorgehen: «Wir haben uns entschlossen, schon zu eröffnen, denn einmal müssen wir ja starten.» Er hofft, dass in etwa einem Monat die «Station Süd» komplett fertig erstellt ist. Nebst den restlichen Parkplätzen soll noch eine Terrasse mit Sitzplätzen gebaut werden. Er freut sich sehr auf das Restaurant im Freien. Seiner Meinung nach ist die Terrasse ein herrlicher Ort, um die Ruhe und wunderbare Aussicht Richtung Reuss zu geniessen.

Die Raststätten entsprechen einem Bedürfnis

Auch auf der Nordseite wird emsig an der dort entstehenden Raststätte gebaut. Alitaj geht davon aus, dass diese um die Osterzeit eröffnet. Dort wird es eine etwas grössere Anlage mit mehr Parkplätzen sowie einem grösseren Gebäude geben. Für Ramadan Alitaj ist klar, dass die beiden Raststätten einem grossen Bedürfnis entsprechen. «Wir befinden uns an einer sehr guten Lage. Die nächste Station auf dieser Strecke ist über 40 Kilometer entfernt. Ich bin überzeugt, dass das Geschäft rentieren wird, da es uns hier braucht», sagt er. Dieser Meinung ist auch Joe Ineichen aus Sempach. Aus Neugierde habe er einen Stopp eingelegt. «Ich bin überrascht von der angenehmen Atmosphäre im Shop und in der Kaffeeecke.» Seiner Meinung nach braucht es diese Raststätte. «Ich komme auf jeden Fall wieder.»


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