Planung der Pilatus-Arena beginnt

KRIENS ⋅ Die Investoren haben einen Gestaltungswettbewerb für die Saalsporthalle gestartet. Dieser stiess bei Architekten auf grosses Interesse. Für Diskussionen könnten jedoch noch die Parkplätze sorgen.

16. März 2017, 00:00

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Wie wird die Pilatus-Arena optisch daherkommen, und wie hoch wird das daneben geplante Gebäude sein? Diese Fragen sollen nun in einem Studienwettbewerb geklärt werden. Beworben haben sich dafür 45 Architekturteams. Ein Gremium, bestehend aus Vertretern der Investoren Helvetia Versicherungen und Eberli Sarnen, der Gemeinde Kriens, der Stadt Luzern, Luzern Süd sowie Experten, wählte davon acht aus.

Diese sollen nun bis im Sommer städtebauliche Aussagen bezüglich Anordnung der Gebäude, Volumen und Dichte, Aussenräume und Erschliessung machen, wie Daniel Deicher, Sprecher der Projektgesellschaft Pilatus-Arena AG, auf Anfrage sagt.

350 Wohnungen im mittleren Preissegment

Auf dem 12 859 Quadratmeter grossen Areal wäre gemäss Bau- und Zonenreglement der Gemeinde Kriens neben der Saalsporthalle zur Mantelnutzung ein 80-Meter-Hochhaus möglich. Ob ein solches auch realisiert wird, sei aber offen. «Die Architekturteams haben dies­bezüglich keine Vorgaben erhalten», sagt Deicher. Dasselbe gelte für das äusserliche Erscheinungsbild oder die genauen Standorte der Gebäude. «Das Areal ist wegen der engen Platzverhältnisse bereits sehr anspruchsvoll. Darum wollen wir die Kreativität der Teams nicht noch zusätzlich einschränken.»

Angestrebt wird eine auto­arme Siedlung. Die genaue Parkplatzzahl wird im weiteren Projektverlauf festgelegt. «Das Parkhaus dient Bewohnerinnen und Bewohnern, teilweise Arbeitenden», so Deicher. Für Besucher von Anlässen in der Arena werden andere Lösungen wie im Mobimo-Parkhaus oder auf der Allmend gesucht (wir berichteten).

Geplant sind weiter 250 Eigentums- und 100 Mietwohnungen, voraussichtlich im mittleren Preissegment. Es handle sich dabei aber erst um «Richtgrössen», betont Deicher. Die definitiven Zahlen würden erst vor Baubeginn festgelegt. «Wir müssen mit den Wohnungen sicherstellen, dass wir die Halle ohne Kosten für die öffentliche Hand erstellen können.» Bekannt ist, dass die Saalsporthalle 4000 Zuschauer fassen soll. Die Gesamtkosten für die Überbauung werden auf 200 Millionen Franken geschätzt.

Ist der Zeitplan zu sportlich?

Der Studienwettbewerb wird im Sommer noch nicht abgeschlossen sein. In einer zweiten Phase sollen bis Dezember Detailfragen geklärt werden. Der Spatenstich soll 2019 erfolgen – ein sportlicher Zeitplan, da noch der Bebauungsplan erarbeitet und vom Einwohnerrat abgesegnet werden muss. Danach folgt der Baubewilligungsprozess. «Für den politischen Prozess muss man genug Zeit einplanen», mahnt Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne). «Raumplanerische Aspekte, wie zum Beispiel das Hochhaus und verkehrliche Aspekte werden von Gemeinderat, Einwohnerrat und allenfalls der Bevölkerung noch diskutiert werden.» Ein Punkt betreffe etwa die tiefe Zahl der Parkplätze, da das neue Parkplatzreglement, das eine Reduktion der Pflichtparkplätze vorgesehen hätte, vom Stimmvolk abgelehnt worden ist. Für die Inbetriebnahme gibt die Pilatus-Arena AG denn auch keine Prognose ab. Dies hänge auch davon ab, wie das Siegerprojekt letztlich aussieht. Für den wei­teren Projektverlauf sind die Verantwortlichen aber zuversichtlich. «Uns hat das grosse Interesse der 45 Planerteams ausserordentlich gefreut. Wir haben ein hervorragendes Teilnehmerfeld auswählen können und sind gespannt auf die weiteren Ergebnisse.»


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