Stadt Luzern fühlt sich machtlos

18. Oktober 2016, 00:00

Büro-Knappheit Die städtische Wirtschaftsförderung musste in den letzten Monaten gleich mehrfach Rückschläge hinnehmen. Grosse Firmen wie Mobility, SBB oder Swisscom haben angekündigt, Arbeitsplätze aus der Stadt Luzern abzuziehen oder die Stadt ganz zu verlassen. Was unternimmt der Stadtrat dagegen? Diese Frage stellte die FDP-Fraktion im Stadtparlament in Form einer Interpellation. Nun liegt die Antwort des Stadtrats vor. Der Stadtrat betont, dass er mit den erwähnten Firmen teils über mehrere Jahre hinweg versuchte, eine geeignete Lösung zu finden – am Ende aber ohne Erfolg. So sei etwa Mobility schon 2011 mit dem Wunsch nach Expansion an die Stadt gelangt. In der Folge habe man der Firma Bürofläche in der geplanten Industriestrasse-Überbauung angeboten. Das Ja zur Industriestrasse-Initiative machte diesen Plänen aber einen Strich durch die Rechnung. Auch die Sprachschule EF Education First blieb mit ihrem Wunsch, die Bürofläche zu verdreifachen, trotz Bemühungen der Stadt chancenlos. Die Firma expandierte dann nach Zürich.

Der Luzerner Stadtrat räumt ein, dass der Wirtschaftsförderung die Hände gebunden sind, solange es an grossen Büroflächen fehlt. Und daran wird sich so schnell nichts ändern. Die Überbauung des Pilatusplatzes bleibt bis auf weiteres sistiert, und die Grossüberbauung Rösslimatt neben dem Bahnhof wird um Jahre verzögert. Wann die ersten Mieter dort einziehen, ist gemäss dem Luzerner Stadtrat nicht absehbar. (red.)


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