Vorstoss für mehr Einbürgerungen

02. Dezember 2016, 00:00

Luzern Von 900 000 Menschen, die in der Schweiz die Anforderungen für eine Einbürgerung erfüllen, stellen jährlich nur 30 000 bis 40 000 ein Gesuch. Aus demokratiepolitischer Sicht sei dies problematisch, finden die Fraktionen der Grünen, SP und GLP im Grossen Stadtrat. Es sei im Interesse der Schweiz, dass Menschen, deren Zukunft in der Schweiz liege, diese auch mitgestalten können. Einbürgerungen seien ein wirksames Mittel zur Integration. Deshalb haben die drei Fraktionen zwei Postulate – eines davon dringlich – eingereicht.

Darin fordern sie, dass die Stadt Luzern Ausländer, welche die Kriterien für eine Einbürgerung erfüllen, proaktiv über diese Möglichkeit informiert. So sollen Migranten motiviert werden, das Schweizer Bürgerrecht zu erlangen. Insbesondere Ausländer mit F- und B-Ausweis sollen darauf aufmerksam gemacht werden. Dies, weil per 2018 die neue Verordnung zum Bürgerrechtsgesetz in Kraft tritt, gemäss der Einbürgerungen nur noch mit einer Niederlassungsbewilligung C möglich sind.

Persönliches Schreiben an alle Ausländer gefordert

Möglich sind aus Sicht der linken Fraktionen folgende Informationsmassnahmen: Ein persönliches Schreiben an alle Ausländer – insbesondere an jene mit B- und F-Ausweis –, welche die Kriterien einer Einbürgerung erfüllen, ein Bericht im «Stadtmagazin», der Versand einer Medienmitteilung sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit via Website, Facebook oder Twitter. (red)


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