Den Grende Tschüss gesagt

08. Februar 2018, 00:00

Er moderierte für das Schweizer Fernsehen sechs Jahre den Fritschi-Umzug, spielte während zehn Jahren Pauke und Posaune bei der Guuggenmusig Noggeler und bastelte schon als Kind seine Kostüme selber. Der in Kriens aufgewachsene Simon Kopp ist Fasnächtler durch und durch. «Mit Mutter und Vater gings schon früh an die Umzüge, und als Schüler gründete ich mit Klassenkameraden eine Guuggenmusig. Mein erstes Kostüm war ein Güggel», beschreibt Kopp, der unter anderem als Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft tätig ist, seine fasnächtlichen Anfänge.

In einem Schuppen, in dem die Sujets der Noggeler lagern, begibt sich Kopp auf eine Zeit­reise. Zu vielen Kostümen und Grenden kennt er Geschichten. So waren der Narr und der Circus Noggi seine Lieblingssujets, weil die entsprechenden Grende schön und bequem zu tragen waren und weil sie bei den Leuten gut ankamen. Im Gegensatz zur Maus, die die Guuggenmusig einmal zum Sujet machte. «Da wurden wir ausgelacht, weil wir enge Leggins zum Kostüm trugen.» Kopp zieht Bilanz: «Es war eine unvergesslich schöne Zeit. Aber jetzt gibt’s keine Fasnacht mehr.» Wie bitte? «Ja. Nach meiner letzten Moderation ging ich nie mehr an die Fasnacht. Ich fliege am Schmudo mit meiner Partnerin ans Meer an die Wärme», verrät er. Die Fasnacht findet Kopp aber immer noch eine tolle Sache. «Der Virus würde mich sofort wieder packen.»


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