Eliane macht gerne das Kalb

08. Februar 2018, 00:00

Man muss nicht zwingend verrückt sein, um die Fasnacht zu mögen. Musikerin Eliane (27) aus Hochdorf erklärt es so: «Für mich ist sie Tradition und ein Teil der kalten Jahreszeit.» Diese Aussage lässt erahnen, dass die Gewinnerin der Castingshow «Die grössten Schweizer Talente» bereits rüüdig früh in Kostüme geschlüpft sein muss. «Ja klar. Mein Vater spielte in einer Guuggenmusig und ging immer zum Hochdorfer Morgenstreich. Bereits als ich vier Jahre alt war, nahmen mich meine Eltern zum ersten Mal dahin mit.» Auch am Schüler- und Kinderumzug habe die ganze Familie teilgenommen. An ihre Verkleidungen von früher erinnert sich Eliane gut. «Unser Mami nähte für uns Kinder immer dieselben Sujets, wie sie Papi für die Guuggenmusig brauchte.» Später fertigten sich Eliane und ihre Schwester die Kostüme selber an. In den letzten Jahren waren sie als Glücksbären und Froschkönige verkleidet. Die Künstlerin ist immer noch Fasnächtlerin. Kostüme näht sie aber keine mehr: «Der Aufwand wurde mir zu gross. Da setze ich mich lieber ans Klavier.» Kreativ ist sie beim Kostümieren trotzdem. Heuer trifft man sie und ihre Schwester als Schwingerinnen samt Kalb an. Handarbeit ist dafür nicht nötig: Die zwei steigen in echte Schwingerhosen. Singen wird Eliane an der Fasnacht übrigens nicht, wie sie betont: «A de Fasnacht werd gschnörret. Am Urknall z Lozärn, am Samschtig z Hofdere ond am Sonntig z Eibu.»


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