Früher angefangen – früher fertig

SEEBRÜCKE ⋅ Ab Montag rollt der Verkehr wieder normal. Damit waren die Arbeiter eine Woche schneller als geplant. Möglich ist aber, dass an einigen Stellen noch nachgebessert werden muss.
15. Juli 2017, 00:00

Die Nachricht dürfte alle Luzerner freuen: Die Seebrücke wird am Montag um 6 Uhr für den Verkehr freigegeben – zwei Wochen nach Baubeginn und eine Woche früher als geplant. Gründe seien das trockene Wetter und dass es «keine bösen Überraschungen» wie versteckte Schäden gegeben habe, sagt Reinhard Hofmann, Projektleiter im Stadtluzerner Tiefbauamt. Die Ausnahme ist ein Abwasserschacht, der gestern noch repariert wurde.

«Geholfen hat sicher auch, dass wir den Arbeitsstart nach einigen Tagen morgens auf 6 Uhr verlegt haben», sagt Hofmann. Üblich sei 7 oder 7.30 Uhr. Die tieferen Morgentemperaturen seien zudem der Oberflächenbearbeitung zugutegekommen.

«Ganze Spuren werden nicht mehr gesperrt»

Für Velofahrer sind auf den sanierten Streifen noch kleine Unebenheiten spürbar. «Gewisse Unebenheiten sind zulässig», sagt Hofmann. Ob sich diese innerhalb der Norm bewegen, werde nächste Woche geprüft. «Allenfalls sind noch kleine Nachbesserungsarbeiten nötig. Diese werden aber punktuell ausgeführt. Ganze Spuren werden nicht mehr gesperrt.»

Welche Bilanz zieht die Stadt? «Zu Beginn gab es sehr viel Stau. Wir haben zwar im Vorfeld informiert, doch scheinbar ist das nicht überall angekommen», sagt Hofmann. «Nach zwei bis drei Tagen hat sich die Situation dann aber deutlich beruhigt.» Bei den VBL tönt es ähnlich. «Zuletzt betrugen die Wartezeiten zwischen 5 und 10 Minuten, in den Abendspitzen teilweise mehr», sagt Dominik Birrer, Leiter der VBL-Leitstelle. Nur vergangenen Donnerstag kam es nochmals zu grösseren Staus. «Betroffen waren besonders die Haldenstrasse, der Luzernerhof oder der Bereich Wey.» Mit der Stadt habe man gut zusammengearbeitet und bei Bedarf schnell reagiert. «So wurde beispielsweise bereits am Dienstag nach Beginn der Arbeiten eine provisorische Busspur beim Luzernerhof eingerichtet.»

Die letzte Sanierung der Seebrücke ist drei Jahre her. Nach kurzer Zeit bildeten sich Spur­rillen. Eine mögliche Ursache: Die Brücke war einen Tag nach den Hauptarbeiten wieder frei­gegeben worden (wir berichteten). Nun lässt man den Belag mehrere Tage ruhen. Gestern wurden nur noch leichte Arbeiten wie Markierungen durchgeführt. Die Kosten für den Belagersatz übernimmt die Baufirma.

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch


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