Für die Guuggenmusig bereit

08. Februar 2018, 00:00

Wenn’s schränzt und die Tambourmajoren den Takt angeben, schlägt Stefanie Barmets Herz schneller. Die 26-jährige Leichtathletin aus Egolzwil ist mit der Fasnacht gross geworden. «Als Kind freute ich mich, wenn die ganze Familie an der Fasnacht teilnahm. Einmal war ich ein Elefant, ein anderes Mal ein Cowboy», beschreibt die Schweizer Meisterin über 1500 Meter frü­here Fasnachtserinnerungen. Die Mutter habe die Kleider selbst gemacht. Als ihr Vater als Wassermann auf die Strasse gegangen sei, habe sie ein ähnliches Sujet getragen. Später sei sie mit Kolleginnen aus der Kanti unterwegs gewesen. Für die Verkleidung haben sich die Frauen aus dem Kleiderschrank und der Fasnachtstruhe bedient. «Ich find’s cool, mich zu verkleiden», sagt Stefanie.

Dieses Jahr steht sie an der Fasnacht jedoch zurück. Die Germanistikstudentin steckt mitten in der Vorbereitung für ihre mündliche Masterprüfung. Und in wenigen Tagen tritt sie an der Hallen-SM über 800 und 3000 Meter an. «Der Sport und das Studium haben jetzt Vorrang. Vielleicht werde ich später einmal in einer Guuggenmusig mitspielen. Als Mädchen war ich schwer beeindruckt von den Instrumentalgruppen. Vor allem von ihrem Zusammenhalt, ihren kreativen Wagen und Kostümen.» Bis jetzt habe ihr die Zeit dazu gefehlt. Aber was nicht ist, kann noch werden. Eine Posaune steht schon bereit. Stefanie spielte früher in einer Jugend-Brass-Band.


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