Kesb-Wechsel rechnet sich nicht

MALTERS ⋅ Die Gemeinde arbeitet weiterhin mit der Kesb Luzern-Land mit Sitz in Root zusammen – obwohl es auch eine Stelle im näher gelegenen Kriens gäbe.
14. August 2017, 00:00

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) hat im Jahr 2013 ihre Arbeit aufgenommen, seither ist die Gemeinde Malters beim Mandatszentrum Luzern-Land angeschlossen. Diese hat ihren Sitz im D4 Business Center in Root und ist insgesamt für 15 Gemeinden zuständig. Doch eigentlich würde die Kesb Kriens-Schwarzenberg geografisch näher liegen. Die Gemeinde Malters prüfte daher in den vergangenen Monaten, ob sich ein Wechsel lohnen würde.

Daraus wird aber nichts, wie CVP-Gemeinderätin und Sozialvorsteherin Christine Buob auf Anfrage erklärt: «Eine vertiefte externe Überprüfung hat den Gemeinderat dazu bewogen, weiterhin bei der Kesb Luzern-Land zu bleiben.» Die Überprüfung habe gezeigt, dass bezüglich Arbeitsqualität und Mandatsführung beide Stellen «gute Noten» erhalten hätten, so Buob. Deshalb wurde der Fokus auch auf die finanziellen Auswirkungen eines allfälligen Wechsels gelegt. «Hier hat sich gezeigt, dass sich die finanziellen Risiken nur sehr schwer abschätzen lassen», sagt Buob. Weder hätten die Kosten für den Mandatswechsel noch diejenigen für die neuen Räumlichkeiten bei der Gemeindeverwaltung Kriens berechnet werden können. Deshalb konnten keine wesentlichen finanziellen Vorteile erkannt werden, und es bleibt somit alles beim Alten.

Die Zusammenarbeit mit einem Mandatszentrum kann übrigens jedes Verbandsmitglied beenden, also jede Gemeinde. Sie muss dafür die Kündigungsfrist von zwei Jahren einhalten und kann dann auf das Ende eines Geschäftsjahres austreten. Die Anzahl der behördlichen Massnahmen ist in der Gemeinde Malters seit der Zusammenarbeit mit der Kesb mehrheitlich stabil und bewegt sich im Bereich von um die 100 Fällen pro Jahr.

Einzig im Jahr 2015 waren es mit 117 Massnahmen etwas mehr. Sozialvorsteherin Christine Buob sagt dazu: «Eine Schwankung mit mehr oder weniger Fällen ist abhängig von der Zusammensetzung der Bevölkerung. Und diese wiederum ist abhängig vom Zu- beziehungsweise Wegzug von Personen.»

«Die finanziellen Risiken lassen sich nur schwer abschätzen.»

Christine Buob

Sozialvorsteherin Malters (CVP)


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