Nachgefragt

«Mehr Lösungen erwartet»

06. Februar 2018, 00:00

Nach dem Nein zum Bebauungsplan Kernzone Winkel im 2016 hatte der Gemeinderat Horw vier Gesprächsrunden einberufen – am Freitag präsentierte er die Ergebnisse (wir berichteten). Unter den Teilnehmern war Susanne Wicki Manser. Sie ist Präsidentin des Quartiervereins Winkel und lehnte den Plan damals ab.

Frau Wicki, in den wichtigen Punkten war der «Winkel»-Dialog ergebnislos – inwiefern sind Sie darüber enttäuscht?

Enttäuscht bin ich nicht. Aber ich hätte mir erhofft, dass man in den vier Gesprächsrunden nicht nur die Standpunkte aller Teilnehmer abholt und schaut, wo es Übereinstimmungen gibt, sondern dass man auch gemeinsam nach Lösungen sucht, wenn es keine Übereinstimmung gibt. Doch dafür fehlte vermutlich die Zeit.

Höhe und Volumen der Neubauten war ja einer der grossen Kritikpunkte der Gegner.

Genau. In jeder Gesprächsrunde waren die Themen vorgegeben. Über die Grundflächen der Gebäude wurde diskutiert, nicht aber über die Höhe. Auch die Nutzung der Gemeindeparzelle war leider kein Thema.

War der Dialog umsonst?

Das würde ich nicht sagen. Es ist im Sinne der Vertrauensbildung immer gut, wenn Personen mit unterschiedlichen Positionen zusammensitzen, zumal die Gesprächsatmosphäre gut war. Nur sollte der partizipative Prozess jetzt weitergehen.

Was erwarten Sie nun vom Gemeinderat?

Dass er die Anliegen der Abstimmungssieger ernst nimmt und uns an dem Planungsentwurf teilhaben lässt. (hor)


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