Neue Buslinie ist auf Kurs

18. Juli 2017, 00:00

Ebikon Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Plangenehmigung für die Verlängerung der VBL-Linie 1 nach Ebikon erteilt. Wie die VBL in einer Mitteilung schreiben, konnten inzwischen alle 17 Beschwerden gegen das Projekt ausgeräumt werden. Der grösste Teil der Einsprachen konnte gütlich geregelt werden. Drei verbleibende Einsprachen wurden vom BAV für gegenstandslos erklärt. Die Einsprecher haben aber noch die Möglichkeit, den Entscheid innert 30 Tagen anzufechten.

Bei den Beschwerden geht es vor allem um die Platzierung der rund 250 Fahrleitungsmasten oder Mauerbolzen an Hausfassaden. Die Liegenschaftsbesitzer sind grundsätzlich verpflichtet, diese Leitungsinstallationen auf ihren Grundstücken zu tolerieren. Eine finanzielle Entschädigung erhalten sie dafür nicht. «In manchen Fällen konnten wir eine Lösung dank Verschieben des Maststandorts finden», sagt VBL-Direktor Norbert Schmassmann. Skeptisch wegen der neuen Leitungsmasten waren anfänglich auch der Ebikoner Gemeinderat und bürgerliche Parteien. Inzwischen begrüssen sie aber den Ausbauschritt.

Ab Ende 2019 fährt der Bus bis zur «Mall» elektrisch

Die Verlängerung der Trolleybus-Linie 1 bis zur Mall of Switzerland kostet rund 13 Millionen Franken. Sofern der Kantonsrat 2018 grünes Licht gibt, kann unmittelbar danach mit dem Bau begonnen werden. Geplant ist, die verlängerte Linie im Dezember 2019 in Betrieb zu nehmen. Erste Vorarbeiten dazu finden indessen schon in diesem August statt: Gemäss Norbert Schmassmann werden bei der neuen Endhaltestelle Mall of Switzerland bereits erste Masten aufgestellt.

Das neue Teilstück der Trolleybus-Linie 1 zwischen Maihof und Mall of Switzerland ist 4 Kilometer lang. Die bereits heute längste und am stärksten frequentierte VBL-Linie Obernau–Maihof wird somit auf 12 Kilometer verlängert. Die Zahl der Passagiere soll sich von heute 10 auf 13 Millionen pro Jahr erhöhen. (rk)


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