So wird der Grossandrang bewältigt

MALL-ERÖFFNUNG ⋅ Heute um 9 Uhr öffnet das Shoppingcenter seine Türen. Über 150000 Personen werden bis am Wochenende erwartet. Diese werden gezielt auf den öffentlichen Verkehr gelotst.
08. November 2017, 00:00

Ein Chaos – das wollen die Verantwortlichen der Mall of Switzerland an den Eröffnungstagen vermeiden. Und dies, obwohl sie mit einem Grossandrang rechnen. Centerleiter Jan Wengeler erwartet für die vier Eröffnungstage bis und mit Samstag über 150000 Besucher. Türöffnung ist heute um 9 Uhr. Nach einer kurzen Zeremonie können die Besucher eine erste Runde drehen.

Dass sich schon vor 9 Uhr eine grosse Schlange bildet, glaubt Wengeler nicht. «Die meisten Besucher werden wohl im Verlauf des Nachmittags oder Abends kommen.» Die Eröffnungszeremonie wird vergleichsweise schlicht gehalten. «Wir haben bewusst auf zusätzliche Attraktionen verzichtet, um nicht von der Hauptattraktion, der Mall of Switzerland, abzulenken.» Der Ansturm dürfte sich auch in Grenzen halten, weil die Mall unter der Woche eröffnet wird. Trotzdem: «Es wird sicher zu Wartezeiten kommen.» Damit die Anreise problemlos funktioniert, hat die Mall Massnahmen getroffen:

  • Die ÖV-Billette werden um 50 Prozent vergünstigt.
  • Die Busse der Linie 23 (Luzern–Root) verkehren ab heute permanent im 7,5-Minuten-Takt.
  • An den ersten drei Tagen fährt der Sonderzug Churchillvon ­Luzern und von Zug zur Mall.
  • Die S-Bahnen der Linie 1 verkehren während der Eröffnungstage zu den Hauptverkehrszeiten in Doppeltraktion.
  • Rund um die Mallwird ein Verkehrsdienst eingesetzt, welcher die Autos, wenn nötig, zu zusätzlichen Parkplätzen ausserhalb des Centers lenkt.

«Der öffentliche Verkehr spielt im Konzept der Mall of Switzerland eine entscheidende Rolle, nicht nur bei der Eröffnung», sagt Wengeler. Um zusätzliche Anreize zu schaffen, wurde auch die Post miteinbezogen. So kann man sich seine Einkäufe nach Hause liefern lassen. «Wer in der Agglomeration Luzern wohnt, erhält die Lieferung noch am gleichen Tag. Allen anderen aus der ganzen Schweiz werden die Einkäufe am Folgetag nach Hause geliefert.» Die Kosten übernimmt während einer Testphase die Mall. Wie lange diese dauert, ist noch nicht klar.

Die Eröffnungstage fordern auch die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) stark. «Sämtliche Dieselbusse werden im Einsatz stehen», sagt Mediensprecher Christian Bertschi. Neben der Taktverdichtung auf der Linie 23 fahren VBL-Shuttle-Busse zwischen der Mall und den Aussenparkplätzen. Für den Fall, dass es aufgrund der Eröffnung zu einem Verkehrskollaps kommt, haben die VBL ein Notfallkonzept erarbeitet. Die Busse werden dann in Ebikon Hofmatt gewendet. Bertschi erklärt: «So ist sichergestellt, dass die Achse Ebikon–Luzern jederzeit funktioniert.»

Auch die Luzerner Polizei wird präsent sein. Bis am Freitag sind zwei Verkehrspolizisten mit ihren Motorrädern vor Ort, um bei Problemen zu intervenieren. Zudem ist eine Patrouille im Umfeld der Mall unterwegs.

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch


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